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Streit um Auestadion-Nutzung: Fußballer geben nach

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Kassel. Weil das Sportamt der Stadt Kassel das Auestadion am Samstag, 19. Mai, für zwei unterschiedliche Veranstalter gleichzeitig zur Verfügung gestellt hat, musste die Regionalliga Süd den letzten Spieltag komplett auf Freitag, 18. Mai, vorverlegen.

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Anpfiff aller neun Begegnungen sei um 18.30 Uhr, sagt Martin Schweizer, Referent beim Süddeutschen-Fußball-Verband (SFV), der für den Spielplan zuständig ist. Winfried Aufenanger, Veranstaltungschef des Eon Mitte Kassel Marathons, ist mit diesem Kompromiss immer noch nicht wirklich zufrieden.

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Die Löwen machen den Läufern Platz: Der KSV-Spieler Andreas Meyer wird - wie alle Spieler der Regionalliga Süd - das letzte Spiel am Freitag, 18. Mai, haben. Der Marathon braucht anschließend das Auestadion.

Der KSV Hessen Kassel wird bei seinem letzten Heimspiel die SG Sonnenhof Großaspach empfangen, derzeit Tabellenzweiter. Es sei ein großer Kraftakt gewesen, den letzten Spieltag wegen der Kasseler Terminpanne zu verlegen. Alle 17 anderen Vereine, der Deutsche Fußballbund (DFB) und die Polizei hätten dieser Änderung zustimmen müssen, sagt Schweizer. Der SFV geht davon aus, dass es an diesem Spieltag durchaus noch um etwas geht: Es ist nicht unwahrscheinlich, dass sich erst am 19. Mai entscheidet, welcher Verein in die Dritte Liga aufsteigen wird. Großaspach hat gute Chancen, das Team liegt derzeit nur drei Punkte hinter dem Spitzenreiter Stuttgarter Kickers. Deshalb müssen alle Spiele zeitgleich ausgetragen werden.

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Winfried Aufenanger

Aufenanger setzt indes immer noch darauf, dass die Löwen ihr letztes Heimspiel auf Donnerstag, 17. Mai (Christi Himmelfahrt), vorverlegen können. „Unsere Hoffnung ist, dass die Großaspacher am letzten Spieltag nicht mehr um den Titel spielen.“ Dass am Freitagabend das Auestadion noch für den KSV zur Verfügung steht, das passt nicht in sein Konzept. „Für uns ist das nicht optimal.“ Dadurch verschiebe sich der Aufbau für den Marathon, und es entstünden dem Veranstalter Mehrkosten von 10 000 Euro wegen der Zuschläge für Nachtarbeit und weiterer Arbeitskräfte. Der Marathon-Chef weist zudem darauf hin, dass bereits am Freitag um 14 Uhr die Messe in der Großsporthalle am Auestadion eröffnet wird. Hier bekommen die bis zu 12.00 Läufer, die erwartet werden, ihre Startnummern.

Aufenanger sagt aber auch, dass er sich wegen der Terminpanne nicht mit der Stadt anlegen will. „Ich will keinen Kampf, das ist nur alles ungünstig für uns.“ Allerdings hätten ihm sowohl die Stadt als auch der KSV Unterstützung zugesagt, nach Ende des Fußballspiels am Freitagabend mit anzupacken. 700 Meter Gitter müssten für den Marathon aufgebaut werden.

Um das Auestadion doch ganz allein für den Marathon zur Verfügung zu haben, hat Aufenanger auch noch den Vorschlag gemacht, dass der KSV sein letztes Heimspiel nach Baunatal verlegt. Für diese Idee bekommt er aber eindeutig einen Korb vom SFV. Das Baunataler Parkstadion komme für das Spiel nicht infrage, sagt Schweizer.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

Fotos: Kassel-Marathon 2011 - die Bilder vom Lauf

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