Göttingen. Mit dem Auftritt beim Sparkasse Göttingen Cup war Trainer Marc Zimmermann bisher zufrieden. Immerhin ist der SCW Göttingen als Mitveranstalter ins Viertelfinale eingezogen, spielt heute gegen Grone. Ein erster, wenn auch eher unbedeutender Erfolg für den Bezirksligisten, der zusammen mit Hainberg und Landesliga-Absteiger Grone die Göttinger Phalanx in der 7. Liga bildet.
Erneut muss Zimmermann, der einst selbst beim ehemaligen VfB Northeim spielte und ein „Ur-Gladebecker“ ist, mit einem „schlanken Budget“, wie er es ausdrückt, auskommen. Große personelle Sprünge waren mal wieder nicht drin. So sind nur vier Spieler neu in der Studenten-Truppe, in der derzeit 15 zukünftige Akademiker stehen. Eine wichtige Position bekleidet Ansgar Luchte (30) neu. Er konnte bereits lang aufgeschossener Innenverteidiger im Zusammenspiel mit dem ebenfalls großen Lennart Garve gefallen.
Vorne ist Christoph Blum (27) neu. Der bisherige Gießener soll Philip Rietzke ersetzen. Eine schwere Aufgabe, steuerte der letztjährige Torjäger doch 23 Treffer und 25 Vorlagen bei. Ihn lockte es zurück nach Altwarmbüchen. „Blum ist ein Malocher“, sagt Zimmermann über seine neue Spitze, die im 4-2-3-1-System stürmt.
Im Tor vertraut Zimmermann (37, Groß- und Außenhandelskaufmann) Stefan Schwörer, von dem er große Stücke hält. Für einen Keeper ist er jedoch relativ klein geraten. Zimmermann lapidar: „Wenn er 20 cm größer wäre, würde er nicht bei uns spielen.“ In der Hinterhand hat Zimmermann zudem Bernd Doods. Der Co-Trainer kann im Notfall immer nochmal einspringen.
Und wo wird der SCW landen? „Platz fünf bis acht“, meint Zimmermann. Bremke, Grone, Breitenberg sind für ihn Titelfavoriten. Aufsteiger Werratal könnte „ein Überraschungsteam“ sein. Gegen die Elf von Thomas Hellmich geht es für den SCW am 6. August los, ehe gegen Bremke/Ischenrode die zweite Partie folgt. Für sein Team hat er sich vorgenommen, „defensiv noch geschlossener“ zu stehen. 60 Gegentreffer wie in der vergangenen Saison sollen es bei den Weendern in der kommenden Saison nicht wieder sein. (gsd)
Von Helmut Anschütz



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