Celle. Die HSG Bad Wildungen Vipers haben den ersten Matchball zum Klassenerhalt in der Frauenhandball-Bundesliga nicht verwandelt. Beim bislang punktlosen Schlusslicht SVG Celle kamen sie nicht über ein 25:25 (14:11)-Unentschieden hinaus.
Hinzu kommt eine wahrscheinliche Sperre für Sabine Heusdens.
Beim 22:22 (53.) kassierte Rückraumspielerin Sabine Heusdens eine Zweiminuten-Strafe, woraufhin sie den Schiedsrichtern den Vogel zeigte. Die Folge: Rot für Heusdens und zusätzlich zwei Minuten, wodurch die Vipers vier Minuten in Unterzahl spielten. Trotzdem gelang danach Tessa Cocx mit einer schönen Einzelaktion das 23:22. Kapitänin Miranda Robben erhöhte nach Vorarbeit von Cocx auf 24:22. Doch Celle gab sich nicht auf und hatte beim 24:24 (57.) wieder gleichgezogen.
In der 58. Minute gelang Robben per Siebenmeter die HSG-Führung. Celles Trainer Martin Kahle nahm seine Auszeit. Seine Spielerinnen schafften danach den erneuten Ausgleich. Hochdramatisch wurde die letzte Spielminute. Bad Wildungens Trainer Berchten nahm 17 Sekunden vor Schluss seine Auszeit.
Doch beim letzten Angriff der Nordhessinnen konnte Cocx den Ball nicht fangen und Celle verblieben noch sechs Sekunden um den Siegtreffer anzubringen. Und das in Überzahl, da Marinda van Capelle eine Zeitstrafe absaß.
Celle hatte vor 800 Zuschauern den besseren Start erwischt, führte 1:0 (1.) und dann sogar mit 3:1 (9.). Doch Bad Wildungen zeigte Moral und glich trotz Unterzahl (Cocx musste vom Feld) durch Jessica Kleinmann und Marinda van Capelle aus. Nach der Celler 5:4-Führung (12.) drehten Robben, van Capelle, Heusdens per Siebenmeter und Ruta Latakaite die Partie auf 5:8 (16.). Ähnliches nach dem 8:8 (19.), als Bad Wildungen auf 13:9 (28.) davonzog und den Vorsprung souverän in die Halbzeitpause brachte.
Im zweiten Durchgang konnten sich die Vipers aufgrund technischer Fehler nie entscheidend absetzen.
Überrascht hatte Berchten die 100 mitgereisten HSG-Fans mit der Position im rechten Rückraum. Für die verletzt fehlende Mihai begann Latakaite auf der Linkshänder-Position, während Cocx ihre Rolle als Regisseurin übernahm. Später durften sich van Capelle und Rückkehrerin Esther Meyfarth auf dieser Position versuchen, was ihnen leidlich gelang.
Von Peter Pfeiffer



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