Bad Wildungen. In der Bundesliga haben die Handballerinnen der HSG Bad Wildungen zuletzt mit dem sensationellen 28:26-Coup beim HC Leipzig für Furore gesorgt. Morgen ab 19 Uhr (Ensehalle, Bad Wildungen) wollen die Südwaldeckerinnen auch im Pokalwettbewerb nachlegen. Die Vipers empfangen im Achtelfinale den Ligakonkurrenten SVG Celle.
Dass die Gäste aus Niedersachsen mit null Punkten Schlusslicht der Bundesliga sind, verleitet Markus Berchten nicht dazu, sie auf die leichte Schulter zu nehmen. „Celle ist ein starker und unbequemer Gegner“, erklärt der Bad Wildunger Trainer. „Wir müssen von Beginn an unsere Chancen nutzen und in der Schlussphase Coolness und Cleverness beweisen, wenn es eng werden sollte.“
Sein Team sei trotz der Erfolge gegen Frankfurt und Leipzig keine Übermannschaft. Nun treffe man auf einen Mitaufsteiger. „Deshalb sind wir kein Favorit“, so Berchten.
Der Schweizer weiß, dass ein Erfolg gegen Celle ein Meilenstein auf dem Weg zum Pokal-Final Four wäre. Denn dann ist man nur noch einen Sieg von der Endrunde entfernt, die im April in Göppingen stattfindet.
„Man denkt schon daran, was man mit etwas Losglück in diesem Jahr im Pokal erreichen kann“, gesteht Markus Berchten ein. „Aber jetzt gilt alle Konzentration dem Spiel gegen Celle. Wir wollen einen guten Job machen.“
Dabei muss Berchten wohl auf Miranda Robben verzichten. „Außer es passiert noch ein kleines medizinisches Wunder“, sagte der Schweizer. Die Linksaußen hatte sich in Leipzig einen Außenband-riss im Sprunggelenk zugezogen. Derzeit hält sie sich nur auf dem Ergometer fit, um die Muskulatur zu erhalten. Berchten rechnet aber damit, dass Robben spätestens beim nächsten Ligaspiel am 18. Februar - übrigens in Celle - zurückkehren wird.
Im Pokalspiel dürfte somit Jovana Jovovic auf Linksaußen beginnen. Esther Meyfarth, die aus Dortmund zurückkehrte, darf im Pokal nicht auflaufen, da sie dort bereits mit dem BVB gespielt hat.
Torhüterin Julia Gronemann, die studienbedingt in Leipzig fehlte, kehrt dagegen in den Bad Wildunger Kader zurück. Allerdings dürfte die zuletzt überragend spielende Petra Diener wohl zwischen den Pfosten der Vipers beginnen.
Diener wurde nach ihrer Leistung in Leipzig vom Fachmagazin „Handball Woche“ in die „Mannschaft der Woche“ gewählt. Wie auch Linkshänderin Cristina Mihai, deren Torjägerqualitäten morgen ebenso gefragt sind, wie die ihrer Rückraumkolleginnen Ruta Latakaite und Sabine Heusdens. (ppp)



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