Bad Wildungen. „Das war richtig doof von mir.“ Sabine Heusdens musste gestern nicht lange um den heißen Brei herumreden. „So etwas gehört sich nicht“, kommentierte die Rückraumspielerin des Handball-Bundesligisten HSG Bad Wildungen ihre Rote Karten beim Auswärtsspiel in Celle. „Das habe ich auch nach dem Abpfiff meiner Mannschaft gesagt.“
Was war passiert? In der 53. Minute foulte Heusdens ihre Gegenspielerin und kassierte dabei zwei Minuten. Nach der Entscheidung der Unparteiischen zeigte sie ihrer Gegenspielerin den Vogel – und sah von den Schiedsrichtern eine Rote Karte mit Bericht. Damit muss die Holländerin auf jeden Fall mindestens zwei Wochen pausieren – je nachdem, wie die Liga entscheidet, kann die Sperre sogar länger ausfallen.
„Wenn ich gewusst hätte, was das für Folgen haben kann, hätte ich es nicht gemacht“, so Heusdens weiter, die allerdings klar stellte: „Ich habe mit meiner Geste nicht die Schiedsrichter, sondern meine Gegenspielerin gemeint.“ Mit ein Grund für ihre Aktion war, dass das Spiel selber von beiden Seiten sehr hart geführt wurde. Von der Atmosphäre ließ sie sich am Ende anstecken.
Damit fehlt Heusdens am kommenden Wochenende auf jeden Fall im richtungweisenden Spiel der HSG gegen Göppingen – nach dem Ausfall von Cristina Mihai eine zweite, entscheidende Schwächung im Rückraum der Vipers. „Auch wenn es schwer wird: Ich glaube an meine Mannschaft, und es ist schon öfters vorgekommen, dass ein Team in einer solchen Situation überrascht hat.“
In Sachen Pokalspiel – am 29. Februar tritt die HSG im Viertelfinale gegen Leverkusen an – wird Heusdens übrigens auch nicht auflaufen können. Zwar hofft man im Vipers-Lager noch darauf, dass eine mögliche Sperre nur für Ligaspiele gilt, doch Erika Petersen von der spielleitenden Stelle stellte klar: „Sperren gelten auch für den DHB-Pokal.“ (tsp)



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