Bad Wildungen. Gegen Bayer Leverkusen kämpfen die Bad Wildunger Vipers am 3. März um den Einzug ins Final-Four-Turnier des DHB-Pokals der Frauen. Einen Tag nach dem ungefährdeten 28:21-Achtelfinalsieg über Celle erreichte die Vipers die Kunde über die Auslosung.
Damit ist ein Wunsch von Trainer Markus Berchten in Erfüllung gegangen. „Ich möchte unseren Fans auf jeden Fall ein weiteres Heimspiel bieten“, hatte der Schweizer nach der souveränen, wenn auch nicht glanzvollen Vorstellung gesagt.
Die meisten der 550 Vipers-Fans gingen am Samstag nicht mit dem Gefühl auf den Heimweg, ein wirklich tolles Handballspiel gesehen zu haben. Dafür war die Partie eine viel zu zähe Angelegenheit. Kampf, vor allem aber eine große Portion Krampf prägten das Spiel, mit teilweise vielen technischen Fehlern und Fehlwürfen auf beiden Seiten.
Vor allem die Gäste waren nur selten in der Lage, den Bad Wildungerinnen wirklich Paroli zu bieten. Der Tabellenletzte der Bundesliga war mit zunehmender Spielzeit überfordert und zeigte vor allem im Angriff eine ganz schwache Leistung.
„Mit 21 Toren kann man nicht gewinnen“, wusste der Celler Coach Martin Kahle. „Wir haben versucht, dagegen zu halten, aber es hat nicht funktioniert.“ Kahles Team war vor allem nach der Halbzeit von der Rolle. Bad Wildungen zog schnell von 14:12 auf 19:12 davon - Celle konnte erst nach 43 Minuten den ersten Treffer erzielen, bezeichnender Weise nach einem Siebenmeter. Von der 30. bis zur 50. Minute warf Celle nur magere vier Tore. „Diese Minuten haben uns das Genick gebrochen“, musste Kahle nicht lange nach den Ursachen für die Niederlagen suchen.
Während seine Spielerinnen nach dem Schlusspfiff noch lange regungslos auf der Bank saßen, feierten die Bad Wildungerinnen ausgelassen mit ihre Fans den nächsten Teil der jüngsten Erfolgsserie, den sie sich vor allem im zweiten Durchgang verdienten. „Wir haben uns in der Pause darauf geeinigt, dass wir mehr kämpfen müssen. Das hat die Mannschaft auf dem Spielfeld gut umgesetzt. Deshalb bin in unter dem Strich zufrieden“, bilanzierte Berchten.
Der sah nach der Pause eine erneut gute Vorstellung seiner Abwehr, ebenso stark waren die Leistungen der beiden Torhüterinnen Petra Diener sowie in der Schlussphase Julia Gronemann.
Im Angriff setzten wie zuletzt die drei Rückraumspielerinnen Sabine Heusdens, Ruta Latakaite und Cristina Mihai immer wieder die Akzente, dazu wurde Kreisläuferin Tessa Cocx sehr gut eingesetzt.
Übrigens: Am nächsten Bundesligaspieltag kann die HSG auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt ausräumen. Der Gegner ist dann erneut Celle.
Martin Kahle versuchte, vor dem neuerlichen Duell in zwei Wochen Optimismus zu verbreiten. „Wenn wir unsere Fehler minimieren, haben wir auch eine Chance. Kämpfen werden wir auf jeden Fall.“ (ppp/tsp)



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