Bad Wildungen. Schwerer Schlag für den Handball-Bundesligisten HSG Bad Wildungen: Die Sprunggelenks-Verletzung von Cristina Mihai ist weitaus schlimmer, als noch am Samstag gedacht.
Wie sich herausstellte, zog sich die Rückraumspielerin im Pokalspiel gegen Celle einen Riss des Syndesmosebandes am rechten Sprunggelenk zu.
Mihai soll bereits heute im Frankenberger Stadtkrankenhaus von Dr. Dieter Wagner operiert werden. Im günstigsten Fall wird die Rumänin zwei Monate ausfallen. Doch Trainer Markus Berchten befürchtet: „In dieser Saison wird sie nicht mehr spielen können.“
Cristina MihaiMihai war im Pokalspiel gegen Celle bereits in der ersten Hälfte umgeknickt, kehrte aber in der zweiten Halbzeit auf das Feld zurück und führte ihre Mannschaft ins Pokal-Viertelfinale. Noch nach dem Spiel war sie sich sicher, dass die Verletzung nicht schlimmer sei. Doch schon einen Tag später konnte sie das Gelenk kaum belasten, vor allem nicht auf die Fußspitze treten. Eine MRT-Untersuchung führte dann zu der Diagnose, die der Kasseler Orthopäde Dr. Gerd Rauch dann gestern bestätigte.
Die Nachricht von der Verletzung dürfte die Ambitionen der Vipers für den weiteren Saisonverlauf deutlich dämpfen. Nach den letzten Erfolgen spekulierte die HSG offen mit dem Erreichen der Playoffs und der Pokalendrunde in Göppingen.
Doch ohne Mihai, die bei den Vipers in die Kategorie „unverzichtbar“ gehört, dürfte es in den nächsten Spielen schwer werden. „Wir können sie nicht gleichwertig ersetzen. Sie ist die einzige Linkshänderin im Team und ihre Routine wird uns fehlen.“ Und er geht sogar einen Schritt weiter, was die Wichtigkeit Mihais im Team unterstreicht: „Ich bin froh, dass wir schon die nötigen Punkte für den Klassenerhalt geholt haben.“
Mihais Rolle werden nun die verbliebenen Rückraumspielerinnen füllen müssen: Ruta Latakaite, Sabine Heusdens, Marinda van Cappelle und Jovana Jovovic. Dazu dürfte auch Neuzugang Esther Meyfarth schneller als gedacht in das Team rutschen – die Bad Wildungerin hat in der Vergangenheit auch schon auf der halbrechten Rückraumposition gespielt.
Wie genau Berchten den Verlust Mihais kompensieren will, konnte der Schweizer nicht sagen. „Wir werden im Training verschiedene Varianten ausprobieren“, so der Trainer. „Wahrscheinlich ist, dass wir die Position variabel von Spiel zu Spiel, oder sogar von Spielsituation zu Spielsituation besetzen werden.“



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