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„Sie geht dahin, wo es weh tut“

Zuschauer hielten den Atem an, als Cristina Mihai in der ersten Hälfte umknickte

„Sie geht dahin, wo es weh tut“

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Bad Wildungen. Es war die 17. Minute, als den Zuschauern in der Bad Wildunger Ense-Sporthalle der Atem stockte. Nach einem Zweikampf mit Desiree Comans sank Cristina Mihai mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Boden und hielt sich den rechten Knöchel. Minutenlang musste die Rückraumspielerin in der Folge behandelt werden - es sah alles andere als gut aus. Nicht wenige befürchteten, die Rumänin könnte sich schlimmer verletzt haben.

Schrecksekunde: Cristina Mihai musste in der ersten Hälfte von Physiotherapeut Thomas Schmidt behandelt werden. Foto: Kaliske

Schrecksekunde: Cristina Mihai musste in der ersten Hälfte von Physiotherapeut Thomas Schmidt behandelt werden. Foto: Kaliske

„Sie ist nach dem Ball gesprungen, dann ist ihre Gegenspielerin ihr von hinten auf das Sprunggelenk gefallen und Cristina ist umgeknickt“, beschrieb Betreuer Peter Ullrich die Szene, die sich fast direkt vor seinem Platz an der Auswechselbank abgespielt hatte. „Ich hatte ein Knacken gehört und hatte mich in der ersten Sekunde selber erschrocken“, erinnerte sich Mihai nach dem Spiel.

Ullrich gab zu, dass er sich zu diesem Zeitpunkt wie viele andere auch Sorgen gemacht hatte. „Wenn Cristina ausfällt, haben wir ein Problem: Denn sie ist die einzige Linkshänderin im Rückraum.“ Und wie er dürften viele im Vipers-Lager gedacht haben: Ohne die routinierte 34-jährige Torjägerin vom Dienst kann man sich den Aufsteiger nur schwer vorstellen. Auch wenn bis zum Seitenwechsel Sabine Heusdens Mihai auf dieser Position ordentlich vertrat.

Erleichterung groß

So war die Erleichterung groß, als Mihai sich nach dem Wechsel wieder warm lief. „Ich war mir sicher, dass unsere Physioabteilung sie wieder hinbekommt“, zeigte sich Trainer Markus Berchten erleichtert. „Ich habe sie dann noch ein par Minuten auf der Bank gelassen, um sie richtig heiß zu machen.“

Und das funktionierte - denn als Mihai nach 33 Minuten zurück auf das Feld kehrte, zeigte sie, warum sie so wichtig ist. Mit vier wichtigen Toren sorgte sie letztendlich für eine beruhigende Führung der Vipers. Davor zog auch Berchten seinen Hut. „Sie geht trotzdem dahin, wo es wehtut. Und dann macht sie auch immer ihre Tore. Da merkt man einfach ihre Erfahrung.“

Robben auf der Bank

Eine andere konnte wie erwartet nicht eingreifen - Miranda Robben. Zwar machte die Linksaußen nach ihrer Knöchelverletzung das Aufwärmprogramm mit und saß auf der Bank, spielen musste sie aber nicht. „Ich hätte sie nur im Notfall gebracht“, sagte Berchten. „Für mich war ihre Präsenz wichtig, dass sie auf der Bank sitzt und die Spielerinnen anfeuert.“

Am Freitag versuchte es Robben mit dem Training, hatte danach allerdings wieder deutlich mehr Schmerzen. „Das Risiko wäre zu groß gewesen, sie zu bringen“, wusste Berchten. Robben selber glaubt, dass sie spätestens im Auswärtsspiel in Celle zurückkehren wird. „Das wird klappen“, so die Linksaußen.

Mihai will dann natürlich auch dabei sein. Zwar hatte sie nach dem Spiel leichte Schmerzen. „Aber nach einem Tag Pause wird es wieder gehen“, so die Rumänin.

Von Thorsten Spohr

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Vereinsinformationen

HSG Bad Wildungen Vipers
Laustraße 37 / 34537 Bad Wildungen
Vereins-Tel.: +49 5621 966 528

Spielort: Ense-Sporthalle Bad Wildungen
Brüder-Grimm-Straße 4 / 34537 Bad Wildungen
Fassungsvermögen: 1.100

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