Bad Wildungen. Der Frauenhandball-Bundesligist HSG Bad Wildungen Vipers steht im Pokal-Viertelfinale. Gestern Abend besiegte die Mannschaft von Trainer Markus Berchten vor 550 Zuschauern in der Bad Wildunger Ensehalle die Vertretung der SVG Celle mit 28:21 (14:12).
Bad Wildungen geriet gegen das Bundesliga-Schlusslicht aus Niedersachsen mit 0:2 in Rückstand, legte dann aber eine 5:0-Serie durch Treffer von Ruta Latakaite 2, Jessica Kleinmann. Cristina Mihai und Jovana Jovovic zum 5:2 hin (6.).
Das hätte den Vipers Sicherheit geben müssen, was allerdings nicht der Fall war. Celle hatte beim 6:6 (13.) wieder gleichgezogen und war auch beim 7:7 (18.) noch auf Augenhöhe. Zu diesem Zeitpunkt erlebten die Vipers-Fans eine Schrecksekunde. Cristina Mihai verletzte sich am Knöchel und konnte bis zur Pause nicht mehr mitspielen. Berchten stellte um, ließ Heusdens auf der Mihai-Position als Rechtshänderin im Rückraum rechts spielen und Marinda van Capelle im Rückraum links.
Nach dem 7:7 gab es noch einmal einen Dreierpack durch van Capelle, Kreisläuferin Tessa Cocx und Latakaite zum 10:7.
Bis zum 14:12 bei der Pausensirene konnten die Gäste diesen Vorsprung nur noch um ein Tor verringern. Bis dahin war das Spiel auf beiden Seiten mit vielen Fehlen behaftet. Technische Fehler und Fehlwürfe gab es reichlich.
In der zweiten Halbzeit ging es zunächst mit Kampf und Krampf weiter. Zumindest hatte die Bad Wildunger Abwehr mit der guten Torfrau Petra Diener einen sicheren Rückhalt. Erst in der 43. Minute kassierte diese den ersten Gegentreffer im zweiten Abschnitt. Renee Verschuren, holländische Rückraumspielerin, traf per Siebenmeter. Da stand es bereits 19:13.
Damit war die Vorentscheidung früh gefallen. Celle versuchte das Unmögliche möglich zu machen, aber die spielerischen Mittel waren nur begrenzt.
Die Ausnahmen bildeten nur Verschuren (10/5) und Nastja Antonewitch (5).
Die Vipers traten ohne die verletzte Miranda Robben an. Für sie kam Jovana Jovovic auf der linken Außenbahn zum Einsatz, wobei man ihr anmerkte, dass es nicht ihre Lieblingsposition ist.
Anders bei Cristina Mihai. Sie kam nach der Pause wieder zum Einsatz und bedankte sich dafür mit sechs Treffern.
Trainer Markus Berchten fand eine schnelle Analyse: „Wir hatte lange Zeit Probleme mit Celle. In der Halbzeit haben wir uns dann vorgenommen körperbetonter zu spielen. Wir haben gewonnen, da uns das gelungen ist.“
Von Peter Pfeiffer



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