Bad Wildungen. Dirk Ex war gestern noch ziemlich geschlaucht. Das Wochenende hatte beim Geschäftsführer der Bad Wildunger Vipers doch ein paar Spuren hinterlassen. „Ich bin ziemlich durch“, bekannte Ex, angesichts des Business-Cups, der begonnenen Vertragsverhandlungen mit Spielerinnen und natürlich dem Pokalspiel am Samstag gegen Celle.
Ein wenig konnte ihn allerdings das Los aufmuntern, das die Vipers im Viertelfinale des DHB-Pokals bekamen. Gegen Leverkusen kämpft Bad Wildungen am 3. März (19 Uhr) um den Einzug in das Final-Four-Turnier, das Ende April in Göppingen stattfindet. „Wir sind zu Hause eine Macht und können jeden schlagen“, bekannte Ex, der aber auch warnte: „Leverkusen wird sich nicht noch einmal so anstellen wie bei unserem Auswärtssieg Ende Dezember.“
Auch Trainer Markus Berchten war bestrebt, die Euphorie in Grenzen zu halten. Der sieht die Favoritenrolle beim anstehenden Viertelfinale bei den Gästen. „Das ist eine routinierte Mannschaft mit viel Erfahrung im Pokal. Ich sehe Bayer mit 55:45 Prozent im Vorteil“, sagte der Schweizer.
Dennoch - und das klingt zwischen den Zeilen sowohl bei Ex als auch bei Berchten heraus: Das Ziel der Vipers ist ganz klar die Endrunde des Pokals in Göppingen. „Das ist für alle ein Karrierehöhepunkt. Die Mannschaft wird alles tun, um das auch zu erreichen.“ Zumal Berchten mit dem Los nicht unzufrieden ist. „Wir haben ein Heimspiel und wollen vor unseren Fans wieder eine starke Leistung abliefern. Es hätte uns deutlich schlimmer treffen können.“
Ohnehin können sich die Vipers in den kommenden Wochen nicht nur im Pokal belohnen. Auch in der Liga kann der Aufsteiger bei Auswärtsspielen in Celle (18. Februar) und Trier (10. März) sowie dem Heimspiel gegen Göppingen (25. Februar) die Weichen für die Playoffs stellen. „Jetzt müssen wir gegen Teams auf Augenhöhe beweisen, wo wir wirklich stehen“, weiß Berchten. „Das habe ich dem Team auch gesagt.“
Dabei kann Berchten sein Team in den kommenden Wochen in aller Ruhe auf die anstehenden Aufgaben vorbereiten. „Wir müssen auch ein wenig unsere Akkus aufladen, denn die letzten Wochen mit vier Spielen in 13 Tagen waren sehr anstrengend“, so der Vipers-Coach. Dennoch soll auch an der Athletik weiter gefeilt werden, zumal Berchten vor allem das Tempospiel auf den Trainingsplan setzen will. „An den Auslösehandlungen beim Spiel aus der Abwehr müssen wir arbeiten. Die ersten Pässe müssen einfach schneller kommen.“
Arbeiten die Spielerinnen gut mit, können sie sich ab Freitag auf ein langes Wochenende freuen. „Das ist der Plan“, sagt Ex. Der Geschäftsführer selber muss sich dann um den Vorverkauf für das Viertelfinale kümmern. Ab nächstem Montag sollen die Tickets für das Leverkusenspiel in den Verkauf kommen. Ex erinnert alle Dauerkarten- und VIP-Kartenbesitzer daran, dass ihre Tickets nur für die Ligaspiele gelten. „Für den Pokal müssen auch sie sich ihre Karten kaufen.“ Bis zum 28. Februar haben Dauerkarteninhaber eine Option, sich ihren Platz zu sichern. Danach gehen diese Tickets in den freien Verkauf. (tsp)



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