Aschaffenburg. Zurück in die Erfolgsspur oder vorläufiges Ende des Höhenfluges in der Handball-Bundesliga? Das war nach der ersten Melsunger Heimniederlage gegen Hannover-Burgdorf die Frage.
Die Antwort gaben die Roth-Schützlinge mit einem 28:28-(12:16)-Remis beim TV Großwallstadt, das der MT ein weiteres Verweilen in der illustren Verfolgergruppe ermöglicht. Die Gäste hatten den besseren Start. Und was für einen! Eine Melsunger 9:5-Führung nach 18 Minuten sorgte für zwischenzeitliche Stille in der gut gefüllten Unterfrankhalle, zumal das sonstige Prunkstück der Gastgeber, ihre überragende Abwehr, nach allen Regeln der Kunst ausgespielt wurde.
Den TVG-Schachzug, die gegnerische Aufbaureihe offensiv zu attackieren konterte Spielmacher Fahlgren mit messerscharfen Anspielen an den Kreis, wo Anton Mansson verlässlich einlochte. Genauso wie der agile Savas Karipidis über Rechtsaußen. Und bei drei Tempogegenstößen, womit sich die MT-Deckung für ihre äußerst disziplinierte und konsequente Abwehrarbeit belohnte. Erst als sie Torjäger Kneer etwas mehr gewähren ließ, fand der Altmeister endlich ins Spiel - und kam auf 12:14 (27.) heran.
Ausgerechnet in Unterzahl stellte Alexandros Vasilakis (mit seinem bis dahin vierten Treffer) und Patrik Fahlgren den Vier-Tore-Vorsprung zur Pause jedoch wieder her.
Kein Ruhekissen, denn nun war‘s endgültig das erwartete Duell auf Augenhöhe. Zumal der eingewechselte Marius Liebald die Zügel des TVG-spiels straffer in der Hand hielt als sein Vorgänger Oliver Köhrmann, mehr Überraschungsmomente drauf hatte und darüber hinaus selbst torgefährlich war. Richtig eng wurde es für die MT in doppelter Unterzahl nach 41 Minuten, doch in dieser Phase bewährte sich erneut ihr Kämpferherz: Savas Karipidis erhöhte sogar auf 22:18 (42.). Die Vorentscheidung? Mitnichten.
Denn was Melsungen zeigte, konnte Großwallstadt (bei einer Zeitstrafe für Jakobsson) auch - und wurde (bei einer Zeitstrafe für Danner) aus Schaden klug. Die Folge: Nach 49 Minuten verkürzte Nationalspieler Michael Spatz, mittlerweile so richtig heiß gelaufen und kaum mehr einzufangen, auf 22:23. Der Ausgleich durch einen von Köhrmann verwandelten Siebenmeter zum 24:24 (54.) war auch eine Folge nachlassenden Drucks aus dem Melsunger Rückraum, wo sich nach Grigorios Sanikis auch der eingewechselte Nenad Vuckovic vergeblich mühte.
Doch die Siegchance kam für die Nordhessen nochmal wieder. Nach 59:21 Minuten nämlich, als Karipidis beim 27:28 zu seinem dritten Siebenmeter antrat - und erstmals an Andreas Wolff scheiterte. Das bescherte dem Gastgeber einen letzten Angriff. Und die Chance zum Ausgleich, Die Stefan Kneer eine Sekunde vor Schluss entschlossen nutzte.
Von Ralf Ohm
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| Platz | Mannschaft | Spiele | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | THW Kiel | 32 | 1033:756 | 277 | 64 |
| 2 | SG Flensburg/H. | 32 | 994:855 | 139 | 53 |
| 3 | Füchse Berlin | 32 | 952:825 | 127 | 50 |
| 4 | HSV Hamburg | 33 | 1017:907 | 110 | 49 |
| 5 | Rhein-Neckar-Löwen | 32 | 972:899 | 73 | 44 |
| 6 | SC Magdeburg | 33 | 956:908 | 48 | 39 |
| 7 | TBV Lemgo | 32 | 931:920 | 11 | 36 |
| 8 | FA Göppingen | 32 | 846:856 | -10 | 32 |
| 9 | MT Melsungen | 32 | 891:931 | -40 | 29 |
| 10 | VfL Gummersbach | 31 | 918:979 | -61 | 27 |
| 11 | TuS Nettelstedt-Lübbecke | 32 | 878:894 | -16 | 26 |
| 12 | TSV Burgdorf | 31 | 887:942 | -55 | 24 |
| 13 | TV Großwallstadt | 32 | 804:872 | -68 | 24 |
| 14 | HBW Balingen/W. | 32 | 802:887 | -85 | 22 |
| 15 | HSG D/M Wetzlar | 32 | 800:842 | -42 | 19 |
| 16 | Bergischer HC | 32 | 871:977 | -106 | 17 |
| 17 | TV Hüttenberg | 32 | 830:944 | -114 | 17 |
| 18 | Eintracht Hildesheim | 32 | 818:1006 | -188 | 4 |
für den 37. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| TV Großwallstadt | Eintracht Hildesheim | 35:20 |
| HBW Balingen/W. | Füchse Berlin | 21:26 |
| Bergischer HC | TV Hüttenberg | 28:25 |
| HSG D/M Wetzlar | HSV Hamburg | 26:28 |
| THW Kiel | TuS Nettelstedt-Lübbecke | 27:24 |



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