Kassel. Auch die Melsunger Bäume wachsen nicht in den Himmel. Nach dem Traumstart in die laufende Bundesliga-Saison kassierten die MT-Handballer beim 29:35 (13:17) gegen den SC Magdeburg die zweite Heimniederlage in Folge und sind damit erstmal ins Mittelfeld der Tabelle zurückgefallen.
Es war von Beginn an das erwartete Geduldsspiel für beide Angriffsreihen – mit klaren Vorteilen für Magdeburg. Denn Melsungen tat sich vor 2290 Zuschauern in der Kasseler Rothenbachhalle schwer, verdammt schwer, den Schlüssel gegen die kompromisslose 6:0-Deckung der Gäste zu finden.
Die ließen am Kreis dank ihres aufmerksamen Mittelblocks Landsberg/van Olphen nichts zu und meldeteten die Halben Grigorios Sanikis und Alexandros Vasilakis fast völlig ab. Wobei es Spielmacher Fahlgren aber auch nicht gelang, sie mit Tempo zu „holen“, um dynamisch in die Schnittstellen des gegnerischen Deckungsblocks zu stoßen. Kollege Tönnesen war da in der ersten Hälfte aus anderem Holz geschnitzt, machte das Offensivspiel seiner Mannschaft schnell und setzte insbesondere den treffsicheren Halbrechten Jure Natek in Szene. Den Rest besorgten – weiteres Indiz für die Angriffsprobleme der MTer – Yves Grafenhorst und Robert Weber mit ihren erfolgreichen Tempogegenstößen.
Beim 4:9 (13.) wurde es MT-Trainer Michael Roth zu bunt. Er brachte mit Nenad Vuckovic, Jens Schöngarth und Felix Danner im Positionsangriff drei „Neue“ und stellte die eigene Deckung (auf 5:1) um. Maßnahmen, die nach und nach fruchteten. Insbesondere als Vuckovic und Danner nach 23 Minuten auf 10:12 verkürzen konnten. Ein erstes Aufbäumen, was auch einer Steigerung von Torwart Sandström geschuldet war. Aber schnell wieder verpuffte, weil der Ex-Meister eine Zeitstrafe für Kreisläufer Danner nutzte, um durch Grafenhorst von van Olphen wieder auf 12:16 (27.) davon zu ziehen. Webers vierten Treffer, erneut per erster Welle, konnte Savas Karipidis immerhin mit einem verwandelten Siebenmeter zum 13:17-Pausenstand beantworteten. Ein Hoffnungsschimmer oder sogar mehr?
Weder noch. Der SCM hielt seinen Vorsprung, wobei er sich weiter auf seine starke Abwehr (plus unwiderstehlicher ersten Welle) verlassen konnte, die auch Nenad Vuckovic, nun für den indisponierten Patrik Fahlgren auf der Mitte, nicht zu knacken wusste. Dazu stach auch noch der eingewechselte Gustavsson den eingewechselten Kelentric aus.
Ein wunderschöner Kempa-Trick zwischen Karipdis und Vuckovic zum 17:20 (39.) hätte als Signal zur Aufholjagd dienen können. Tat er aber nicht, weil sich danach Michael Allendorf eine Zeitstrafe einfing und Magdeburg mit ihrer wieselflinken Flügelzange nun die Vorentscheidung suchte. Und nach vier weiteren Tempogegenstößen zum 19:26 (46.) auch fand. Der Rest war Ergebniskosmetik.
Für zwei weitere Melsunger Reservisten - Christian Zufelde und Alin Sania - immerhin eine Chance zur Bewährung. Unter höchst undankbaren Voraussetzungen, schließlich war die Partie von ihren Vorgängern längst in den Sand gesetzt. Und der Höhenflug der Melsunger Handballer damit erstmal beendet.
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| Platz | Mannschaft | Spiele | Tore | Diff | Punkte |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | THW Kiel | 32 | 1033:756 | 277 | 64 |
| 2 | SG Flensburg/H. | 32 | 994:855 | 139 | 53 |
| 3 | Füchse Berlin | 32 | 952:825 | 127 | 50 |
| 4 | HSV Hamburg | 33 | 1017:907 | 110 | 49 |
| 5 | Rhein-Neckar-Löwen | 32 | 972:899 | 73 | 44 |
| 6 | SC Magdeburg | 33 | 956:908 | 48 | 39 |
| 7 | TBV Lemgo | 32 | 931:920 | 11 | 36 |
| 8 | FA Göppingen | 32 | 846:856 | -10 | 32 |
| 9 | MT Melsungen | 32 | 891:931 | -40 | 29 |
| 10 | VfL Gummersbach | 31 | 918:979 | -61 | 27 |
| 11 | TuS Nettelstedt-Lübbecke | 32 | 878:894 | -16 | 26 |
| 12 | TSV Burgdorf | 31 | 887:942 | -55 | 24 |
| 13 | TV Großwallstadt | 32 | 804:872 | -68 | 24 |
| 14 | HBW Balingen/W. | 32 | 802:887 | -85 | 22 |
| 15 | HSG D/M Wetzlar | 32 | 800:842 | -42 | 19 |
| 16 | Bergischer HC | 32 | 871:977 | -106 | 17 |
| 17 | TV Hüttenberg | 32 | 830:944 | -114 | 17 |
| 18 | Eintracht Hildesheim | 32 | 818:1006 | -188 | 4 |
für den 37. Spieltag
| Heim | Gast | Spiel |
|---|---|---|
| TV Großwallstadt | Eintracht Hildesheim | 35:20 |
| HBW Balingen/W. | Füchse Berlin | 21:26 |
| Bergischer HC | TV Hüttenberg | 28:25 |
| HSG D/M Wetzlar | HSV Hamburg | 26:28 |
| THW Kiel | TuS Nettelstedt-Lübbecke | 27:24 |



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