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Handball: MT Melsungen gegen TBV Lemgo - Ergebnis

30:34 – Melsunger Handballer verlieren auch in Lemgo

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Lemgo. Die MT Melsungen rutscht in der Tabelle der Handball-Bundesliga langsam ab. Drei Tage nach der Heimniederlage gegen Magdeburg verlor das Team von Michael Roth auch in Lemgo mit 30:34 (15:16).

Lemgo. Die Abwärtsspirale hält an. Nach dem 30:34 (15:16) beim TBV Lemgo wartet die MT Melsungen seit fünf Bundesligaspielen auf einen Sieg. Richtig sauer mochte Trainer Michael Roth jedoch nicht sein: „Trotz der Niederlage muss ich meine Mannschaft beglückwünschen. Dafür, dass wir ohne Vier gespielt haben, war es ganz ordentlich.“ Nur die Einlaufkinder des HCE Bad Oeynhausen waren noch weniger. Mit neun Feldspielern, darunter nur drei Rückraumaktivisten, bewegte sich die MT in einem für Erstligaverhältnisse grenzwertigen Bereich.

Mit Vasilakis (Adduktorenzerrung), Sania (Prellung des Handgelenks) und Schöngarth (Magen-Darm-Grippe) mussten gleich drei Aufbauspieler passen. Zudem fiel auch Christian Hildebrand (Bandscheibenvorfall) aus. Kein Linkshänder auf rechts Das Fehlen eines klassischen Linkshänders im Rückraum kompensierten die Gäste jedoch ordentlich. Zunächst übernahm Nenad Vuckovic die Aufgabe, später dann Patrik Fahlgren. „Das hat gut geklappt, wir konnten variabel tauschen“, sagte Roth.

Denn beide Akteure entpuppten sich als Brandstifter für die TBV-Deckung. „Im Angriff haben wir gut gespielt. Doch 34 Gegentore sind einfach zu viel. Leider. Denn die Chance auf einen Sieg bestand definitiv“, bedauerte Torhüter Per Sandström, der aufziehendes Krisengeschwätz sofort eindämmte. „Durch die Ausfälle hat uns etwas die Kraft gefehlt. Ansonsten geht es auf und ab. Man darf nicht vergessen, dass Anfang der Saison auch der Spielplan nicht schlecht für uns war.“ Einen optimalen Start erwischte der Melsunger Rumpfkader auch in der Lipperlandhalle. Nach 60 Sekunden führten die Gäste durch Sanikis und Karipidis mit 2:0 - was allerdings bis zum Schluss die einzige MT-Führung bleiben sollte.

Der TBV Lemgo fand über 4:2 und 8:5 (12.) in die Spur, durfte sich aber selbst beim 23:19 (40.) nie sicher sein. Denn inzwischen war Nenad Vuckovic heiß gelaufen. Angestachelt durch zwei frühe Zeitstrafen drehte der Kapitän ab der 20. Minute gewaltig auf und avancierte mit zehn Treffern zum überragenden Werfer. Zwischen der 36. und 52. Minute hielt Vuckovic die MT mit sieben Toren allein am Leben. Dann verknackste er sich den rechten Knöchel und erlebte die heiße Schlussphase nur noch als Zuschauer. Ohne Kapitän kam das MT-Schiff nach dem 28:29 (54.) vom Kurs ab und hatte die Partie zwei Minuten später beim 28:32 endgültig verloren. „Im Angriff haben wir gut gespielt.

Doch 34 Gegentore sind einfach zu viel. Leider. Denn die Chance auf einen Sieg bestand definitiv.“ MT-Torhüter Per Sandström „Wir haben dem TBV alles abverlangt“, war Trainer Roth mit dem Auftreten nicht unzufrieden, ohne die Schwachstellen im MT-Spiel zu vertuschen. „Mit solch naiver Deckung lässt sich auswärts kein Blumentopf gewinnen“, nahm Roth den Innenblock mit Mansson und Danner aufs Korn. Vor dem Derby am kommenden Sonntag gegen Wetzlar ist ihm jedoch nicht bange. Roth: „Wir haben derzeit Pech und sind etwas aus dem Rhythmus gekommen. Doch noch liegen wir voll im Soll. Wenn wir gegen Wetzlar gewinnen, ist alles normal.“

Von Jörg Hagemann

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Handball-Bundesliga

  • Tabelle
  • Ergebnisse
PlatzMannschaftSpieleToreDiffPunkte
1THW Kiel321033:75627764
2SG Flensburg/H.32994:85513953
3Füchse Berlin32952:82512750
4HSV Hamburg331017:90711049
5Rhein-Neckar-Löwen32972:8997344
6SC Magdeburg33956:9084839
7TBV Lemgo32931:9201136
8FA Göppingen32846:856-1032
9MT Melsungen32891:931-4029
10VfL Gummersbach31918:979-6127
11TuS Nettelstedt-Lübbecke32878:894-1626
12TSV Burgdorf31887:942-5524
13TV Großwallstadt32804:872-6824
14HBW Balingen/W.32802:887-8522
15HSG D/M Wetzlar32800:842-4219
16Bergischer HC32871:977-10617
17TV Hüttenberg32830:944-11417
18Eintracht Hildesheim32818:1006-1884

für den 37. Spieltag

HeimGastSpiel
TV GroßwallstadtEintracht Hildesheim35:20
HBW Balingen/W.Füchse Berlin21:26
Bergischer HCTV Hüttenberg28:25
HSG D/M WetzlarHSV Hamburg26:28
THW KielTuS Nettelstedt-Lübbecke27:24

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