1126.07.1026.07.10|Hofgeismar & Wolfhagen|
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Moncton. Lena Menzel (TSG Hofgeismar) feierte am Sonntag als Siebte der Junioren-Weltmeisterschaften in der 4x400-Meter-Staffel des deutschen Leichtathletikverbandes den größten Erfolg in der Geschichte der LG Reinhardswald.

Victory-Zeichen in die Fernsehkamera: Lena Menzel von der TSG Hofgeismar. Foto: nh
„Ich will jede Menge Erfahrungen sammeln, mein Allerbestes geben und eine tolle Zeit erleben“, hatte Menzel im Vorfeld der Meisterschaft gesagt und das setzte sie eindrucksvoll um.
Im Vorlauf strahlte Menzel puren Optimismus aus und zeigte keine Spur von Nervosität, was sogar dem kanadischen Reporter bei der Athletenvorstellung auffiel. Sie machte das Victory-Zeichen in die Fernsehkamera und lieferte dann einen beeindrucken Lauf. In inoffiziell gestoppten 54,7 Sekunden erreichte Menzel eine hervorragende Zeit und übergab das Holz als Vierte an Julia Schaefers (Kassel). Schaefers musste die später disqualifizierten Rumäninnen vorbeilassen und wechselte als Fünfte auf Malena Richter (Köln), die den Platz hielt, aber etwas an Boden verlor, so dass Schlussläuferin Christina Zwirner (Erkelenz) gefordert war. Zwirner verkürzte den Abstand wieder und damit war die deutsche Staffel mit der siebtbesten Zeit von 3:37,99 Minuten für das Finale qualifiziert.
„Das lief alles unterbewusst ab. Ich kann mich nicht mal mehr erinnern einen Probestart gemacht zu haben. Erst wieder als ich gelaufen bin, habe ich registriert, dass man getragen wird von den ganzen Anfeuerungen“, beschrieb Menzel ihre Wahrnehmung des Wettkampfs.
Am Sonntag klappte es dann auch mit dem tags zuvor wegen technischer Probleme gescheiterten Public Viewing in Hofgeismar. Bei Lenas Trainer Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar) versammelten sich zahlreiche Leichtathletikfans, um den Endlauf im Livestream des kanadischen Fernsehens zu verfolgen.
Im Finale lief dann aber leider nicht alles nach Wunsch für die DLV-Staffel. Menzel lief, nachdem sie das Staffelholz erhalten hatte, fast gegen eine auf der Bahn stehende Jamaikanerin, musste abbremsen und erneut Tempo aufnehmen. Ihren Mitläuferinnen, die auch in Einzelrennen eingesetzt waren, merkte man an, dass ihnen bereits drei bis vier Läufe in den Beinen steckten. „Wir sind schon etwas enttäuscht wegen der Zeit. Der Platz war so eigentlich zu erwarten“, sagte sie im Interview mit dem Internet-Portal Leichtathletik.de direkt nach dem Rennen.
Mit etwas Abstand fand sie aber doch zu einer positiven Bewertung ihrer Auftritte bei der Junioren-WM. „Ich habe mich nach einem schwierigen Saisonbeginn bis in die Nationalstaffel gekämpft und bin jetzt mit dem DLV-Team Siebte in der Welt. Das ist ein Riesenerfolg, aus dem ich viel Motivation für die nächsten Jahre ziehen kann und auch von den hier gemachten Erfahrungen werde ich profitieren.“ (zah)
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