Frankfurt. Gold für Wurie Bah (SV Espenau) sowie zwei Bronzemedaillen durch Theresa Schacht (TSG Hofgeismar) im 60-Meter-Sprint sowie mit der 4x200-Meter-Staffel der weiblichen B-Jugend zusammen mit Lea Stiegel (TSG Hofgeismar), Vanessa Schwedes und Nadja Strege (SV Espenau) waren die hervorragende Ausbeute der Leichathleten der LG Reinhardswald bei den hessischen Hallenmeisterschaften in Frankfurt.

Wurie Bah Foto: zct
Mit einer souveränen Vorstellung sicherte sich Bah den hessischen Meistertitel über 3000 Meter der Männer. Wie im Vorfeld abgesprochen teilten sich Bah und der deutsche Jugendhallenmeister von 2009, Nico Sonnenberg (Frankfurt), die Führungsarbeit. Bah übernahm das erste Teilstück und kam nach 2:50 Minuten an die 1000-Meter-Marke. Sonnenberg verschleppte dann etwas das Tempo, so dass die 2000 Meter nur in 5:45 Minuten passiert wurden.
Bah setzte sich wieder an die Spitze und drückte aufs Tempo. Eine Runde hielt Sonnenberg noch mit, dann konnte er nicht mehr folgen. Bis auf fünf Sekunden baute Bah seinen Vorsprung aus und holte in 8:37,16 Minuten nach dem titellosen Jahr 2010 endlich wieder einen der begehrten Meisterwimpel.
Dennoch war Bah mit dem Rennen nicht zufrieden. „Ich hätte früher die Initiative ergreifen müssen, aber ich hatte zuviel Respekt vor Nico“. Die nächste Gelegenheit eine schnelle Zeit zu laufen hat er bei den süddeutschen Meisterschaften in zwei Woche in Karlsruhe.
Theresa Schacht hat bei hessischen Meisterschaften weiter einen Podestplatz abonniert. Nach Platz eins 2009 und zwei Mal Platz drei in 2010, sicherte sie sich auch 2011 den Bronzerang im 60-Meter-Finale der weiblichen B-Jugend. Schon im Vorlauf egalisierte sie in 7,94 Sekunden ihre Bestzeit und untermauerte ihre Ambitionen aufs Treppchen. Im Zwischenlauf trumpfte sie mit einer tollen Steigerung auf 7,86 Sekunden auf und zog als zweitschnellste Läuferin hinter Helena Gräfe zu Baringdorf (Wiesbaden) ins Finale ein.
Im hochklassigen Endlauf, in dem fünf Sprinterinnen unter acht Sekunden blieben, hatte Schacht Pech mit einem verpatzten Start. Dennoch bewies sie in 7,90 Sekunden noch einmal ihrer Klasse und belegte den Bronzerang. Zur zweitplatzierten Katrin Fleisgarten (Seligenstadt) fehlte ihr nur eine Hundertstelsekunde, Gräfe zu Baringdorf war in 7,76 Sekunden nicht zu schlagen. „Unter 7,8 Sekunden soll es in dieser Hallensaison noch gehen“, haben sich Schacht und Trainer Joachim Plinke (TSG Hofgeismar) aber bis zu den deutschen Jugendhallenmeisterschaften noch einiges vorgenommen.
Mit einem tollen dritten Rang überzeugten die 4x200-Meter-Staffelläuferinnen der weiblichen B-Jugend. Hinter den Startgemeinschaften Limburg-Weilburg und Fulda-Johannesberg lief das LGR-Quartett mit Schacht, Stiegel, Schwedes und Strege starke 1:51,95 Minuten.
Über 1500 Meter der männlichen B-Jugend knüpfte Simon Paulus (SV Espenau) an seine guten Crossergebnisse an und lief in 4:41,45 Minuten zu einer neuen persönlichen Bestzeit und auf den fünften Rang.
Ebenfalls Fünfter wurde Max Fuchs (SV Espenau). Im 3000-Meter-Lauf steigerte er sich um zwei Sekunden gegenüber dem Vorjahr auf 10:07,35 Minuten.
Weitere Endkampfplatzierungen für die LGR erreichten Janine Mackewitz (SV Espenau) als Sechste über 200 Meter und Nora Lehnebach (TSG Hofgeismar) als Weitsprungachte bei den Frauen.
Malin Brietzke (Trendelburg, SSC Vellmar) wurde Sechste im Dreisprung der Frauen. (zah)



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