Stadtallendorf. Nadja Strege (SV Espenau/LG Reinhardswald) bleibt das Maß der Dinge im 800-Meter-Lauf der Schülerinnen des Jahrgangs ‘96. Nach Freiluftgold im letzten Jahr sicherte sie sich jetzt auch den Titel bei den hessischen Schülerhallenmeisterschaften in Stadtallendorf. In einer eindrucksvollen Leistungsdemonstration setzte sich Strege ohne Mühe in 2:33,31 Minuten gegen Titelverteidigerin Karolin Siebert (Melsungen) durch.

Nadja Strege
Als komplette Läuferin hat Strege die Tempohärte vom Startschuss weg ein hohes Tempo zu gehen ebenso wie den Kick auf den letzten 100 Metern. Und so standen die Konkurrentinnen vor dem Dilemma, dass es eigentlich keine Renntaktik gibt, mit der Strege in Verlegenheit zu bringen ist. Es entwickelte sich ein typisches Meisterschaftsrennen. Niemand wollte die Tempoarbeit übernehmen und Strege war zufrieden, Kräfte für den Staffeleinsatz am folgenden Tag zu sparen. Bei den Freiluftmeisterschaften hatte Siebert noch die Flucht nach vorn angetreten, doch diesmal bummelten die Läuferinnen in 80 Sekunden durch die ersten beiden Runden. Auch bis zur 600-Meter-Marke passierte nicht viel. Eingangs der Schlussrunde hatte Strege dann „die Faxen dicke“ und erhöhte drastisch das Tempo. Siebert hielt noch kurz Kontakt, doch auf den letzten 100 Metern gab Strege noch einmal richtig Gas und lief fast zwei Sekunden Vorsprung heraus.
Auch im 60-Meter-Hürdensprint zeigte Strege eine ausgezeichnete Leistung. In persönlich besten 9,37 Sekunden erreichte sie den fünften Rang.
Ihren ersten Start bei hessischen Meisterschaften absolvierte Rieka Dworak (TSV Deisel). Als eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld behauptet sich die 13-Jährige trotz deutlich sichtbarer Nervosität in der W14 auf dem elften Rang und lief in 2:41,14 Minuten eine gute Zeit. „Es war wichtig für Rieka hier erste Erfahrungen im Vergleich mit der Landeselite zu sammeln“, sagte Trainer Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar).
Die 4x100-Meter-Staffel der A-Schülerinnen mit Strege, Xenia Fischer (SV Espenau), Madara Bunka und Vanessa Grimm (beide TSG Hofgeismar) kam in 50,87 Sekunden auf den neunten Rang. (zah)



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