305.07.1005.07.10|Hofgeismar & Wolfhagen|1 Kommentar
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Mannheim. Mit einer hervorragenden Leistung über 400 Meter bei der Juniorengala des deutschen Leichtathletikverbandes in Mannheim qualifizierte sich Lena Menzel (LG Reinhardswald/TSG Hofgeismar) für die Juniorenweltmeisterschaft in Moncton/Kanada (wir berichteten in unserer gestrigen Ausgabe kurz darüber). Die 18-Jährige feierte damit den größten Erfolg ihrer noch jungen Laufbahn. Nachdem Menzel bereits 2008 beim Länderkampf Deutschland-Polen und Wurie Bah (SV Espenau) bei den Junioreneuropameisterschaften im letzten Jahr das Nationaltrikot getragen hatte, gehört damit im dritten Jahr in Folge ein LGR-Athlet der Juniorennationalmannschaft an.

Erfolgreiches Duo: WM-Teilnehmerin Lena Menzel mit Trainer Mustafa Hallal. Foto: Humme
Auf Bahn sechs startend legte Menzel los wie die Feuerwehr. Nach 25,2 Sekunden passierte sie die 200-Meter-Marke. Im letzten Jahr lag Menzels Bestzeit für die 200 Meter Distanz bei 25,26 Sekunden.
Auf der Zielgeraden brannte dann das Laktat in den Beinen, doch Menzel biss die Zähne zusammen und ging bis an die Schmerzgrenze. Als Vierte lief sie 54,77 Sekunden und der mitgereiste LGR-Fanclub brach in Jubel aus. „An die letzten 15 Meter habe ich keine Erinnerung mehr“, sagte Menzel nach dem Rennen.
„Lena musste offensiv laufen, weil sie nicht sehen konnte, wie die hinter ihr startenden Konkurrentinnen das Rennen angehen“, erklärte Trainer Mustafa Hallal (TSG Hofgeismar) den schnellen Rennbeginn.
Noch am Sonntag bekam Menzel von Bundestrainer Andreas Knauer die Zusage, dass sie für die 4x400-Meter-Staffel des DLV nominiert ist. Auch im Einzel wird sie als Ersatzläuferin gemeldet. Hier kommt Menzel aber nur zum Einsatz, wenn eine der vor ihr liegenden Läuferinnen ausfällt.
Blickt man auf die Einzelzeiten der Staffelläuferinnen und die Ergebnisse der letzten Jahre ist der WM-Endlauf in Moncton jetzt ein realistisches Ziel für das DLV-Team.
Dabei hatte zu Beginn des Jahres noch nichts darauf hingedeutet, dass sich Menzel den Traum vom WM-Start würde erfüllen können. Eine lange nicht erkannte Eisenmangelanämie sorgte für schlechte Wettkampfergebnisse und Frust. Nach erfolgreicher Behandlung startete Menzel im März wieder mit leistungsorientiertem Training und ab Mai purzelten die Bestzeiten.
Von 55,46 Sekunden in Weinheim über 54,97 Sekunden in Regensburg zu sagenhaften 54,77 Sekunden jetzt in Mannheim. Mit steil nach oben zeigender Formkurve kann Menzel also optimistisch in die letzten zwei Trainingswochen bis zum Flug nach Kanada gehen. (zah)
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