ASC-Box-Nacht: Juniorenmeister Cernov, Steinbach und Gasau im Blickpunkt

Tolle Kämpfe vor 1200 Fans

Volle Konzentration: Konstantin Cernov war gegen den Italiener Francesco Baccheretti klarer Punktsieger. Foto: Niesen

Göttingen. Der 17-jährige Boxer des ASC Göttingen, Konstantin Cernov, unterstrich bei der 8. Göttinger Mc Clean Boxnacht in der Göttinger Sparkassen-Arena sein außergewöhnliches Talent.

Vor rund 1200 Zuschauern besiegte der zweimalige Deutsche Meister der Junioren seinen zwei Jahre älteren Gegner vom italienischen Verein ASD Pugilistica Pratese, Francesco Baccheretti, klar nach Punkten. Alle Kampfrichter waren sich in ihrem Urteil über die beiden Kämpfer einig, die in der Klasse bis 69 Kilogramm antraten.

„Francesco war unangenehm zu kämpfen, weil er immer so tief ging“, sagte der junge Boxer, der in diesem Jahr mit der deutschen Nationalmannschaft auch an den Europameisterschaften in Ungarn teilgenommen hat. Das hinderte ihn aber nicht daran, seinen Kampf souverän durchzustehen und seinen Gegner klar zu beherrschen.

Vorbereitung für Schwerin

Der Kampf diente ihm auch gleichzeitig als Vorbereitung auf ein internationales Boxturnier Anfang Oktober in Schwerin, zu dem sich Kämpfer aus sechs Nationen angemeldet haben. Für den Fachoberschüler ein weiterer Schritt auf dem Weg zu seinem großen Ziel: „Ich möchte an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio teilnehmen.“

Der Kampf der beiden Junioren war einer der Höhepunkte der 13 Kämpfe umfassenden Boxnacht. Positive Überraschung war dabei der erste Kampf des ASC-Boxer Tarek Nasreddine in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm, der seinen Gegner Dominik Seidel (Black Panthers Peine) ebenfalls über drei Runden sicher beherrschte. Mit sympathischer Offenheit sagte der vom Lampenfieber geplagte Nasreddine, wenn er vor dem Kampf nicht so angespannt gewesen wäre, hätte er noch besser sein können. „Ich hätte schneller schlagen können.“

Auf einen gleichwertigen Gegner traf der ASC Superschwergewichtler Wladimir Steinbach in seinem Kampf gegen Roman Meier (PSV Erfurt). Trotz größtem Engagements war nichts zu machen: Die Kampfrichter entschieden einstimmig auf Unentschieden.

Zum besten Kampf nach Auffassung der Jury entwickelte sich das Aufeinandertreffen von ASC-„Oldie“ Christian Gasau (64 Kilogramm, Jahrgang 1981) und Edison Hysenllari (Boxstall Pugilistica Lucchese). Er verlor zwar seinen Kampf gegen den 15 Jahre jüngeren Gegner aus Italien, zeigte aber ein überragendes Kämpferherz, als er trotz einer blutigen Verletzung seinen Kampf durchstand. Die Zuschauer belohnten ihn mit lauten Anfeuerungsrufen.

Zum besten Techniker und Kämpfer kürte die Jury den 81 Kilogramm schweren Artur Ohanyan (OT Bremen), der Massimo Raso (ASD Pugilistica Pratese) in einem sehenswerten Kampf besiegte. Leichtfüßig kontrollierte er seinen Gegner nach dem einstimmigen Urteil der Kampfrichter in allen drei Runden.

Von Hans-Peter Niesen

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