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Bravo-Sanchez bleibt draußen

Der KSV Baunatal verzichtet gegen die Reserve der Offenbacher Kickers freiwillig auf seinen besten Spieler

Bravo-Sanchez bleibt draußen

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Baunatal. Dem KSV Baunatal gehen die Spieler aus. Wenn am Samstag um 15 Uhr im Baunataler Parkstadion das Fußball-Hessenligaspiel zwischen dem KSV Baunatal und der Reserve der Offenbacher Kickers angepfiffen wird, dann fehlen acht Akteure im Aufgebot des KSV.

Allein auf der Tribüne: Beim Heimspiel gegen den FCA Darmstadt war Antonio Bravo-Sanchez nach seiner Auswechslung beleidigt. Womöglich sitzt er am Samstag auf dem gleichen Platz, wenn der KSV Baunatal gegen Kickers Offenbach II spielt. Archivbild: Fischer

Allein auf der Tribüne: Beim Heimspiel gegen den FCA Darmstadt war Antonio Bravo-Sanchez nach seiner Auswechslung beleidigt. Womöglich sitzt er am Samstag auf dem gleichen Platz, wenn der KSV Baunatal gegen Kickers Offenbach II spielt. Archivbild: Fischer

Torben Grill und Mirko Tanjic sind krank. Martin Wengerek, Sammy Melake, Steven Scharf, Maik Ciba und Lars Frerking werden von Verletzungen geplagt. Und Antonio Bravo-Sanchez wird nicht eingesetzt, weil sein Verhalten außerhalb des Spielfeldes nicht immer vorbildlich ist.

Kartell des Schweigens

Wer es gern ein bisschen konkreter hätte, der stößt auf ein Kartell des Schweigens. Spielertrainer Tobias Nebe sagt nur: „Wir haben uns mit Antonio Bravo-Sanchez darauf geeinigt, über die Gründe für seine Suspendierung in der Öffentlichkeit nicht zu reden.“ Bravo-Sanchez ist etwas direkter, aber auch er hält dicht und sagt nur: „Ich sage nichts.“ Und Tobias Klöppner vom Trainerduo Nebe/Klöppner ist vorsorglich gar nicht erreichbar.

Also darf spekuliert werden. Als Antonio Bravo-Sanchez beim 1:1 gegen den FCA Darmstadt am 19. März im Baunataler Parkstadion ausgewechselt wurde, spielte er den Beleidigten und setzte sich demonstrativ auf die Tribüne statt auf die Auswechselbank.

Das aber hatte Klöppner schon in der vergangenen Woche mit Humor genommen und behauptet: „Wer bei uns ausgewechselt wird, der muss nicht vor Freude einen Handstand-Überschlag machen.“

Nun ist zu vermuten, dass sich Bravo-Sanchez damals - nach dem Spiel gegen Darmstadt - doch nicht so schnell wieder in den Griff bekommen hat, wie es den Anschein hatte.

Wir wissen zwar nicht, was hinter der geschlossenen Kabinentür passiert ist, fest steht aber, dass der KSV Baunatal seinen begnadeten Techniker am Samstag gegen die Kickers-Reserve schwer vermissen wird. Ohne Bravo-Sanchez und die sieben anderen Verhinderten wird die Partie gegen Offenbach jedenfalls eine immense Herausforderung für den KSV.

Dabei wäre es so wichtig, nach zwei mageren Wochen mal wieder einen Sieg zu landen. Ansonsten könnten die Baunataler Hoffnungen auf den Titelgewinn rapide schwinden.

Von Gerd Brehm

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