Kassel. Es ist erst das zweite Spiel für die Fußballer des KSV Hessen Kassel II in der Relegation zur Hessenliga. Aber die Partie gegen Viktoria Aschaffenburg am Sonntag (16 Uhr, G-Platz an der Damaschkestraße) könnte schon vorentscheidend sein.

Traf gegen Gießen zweimal ins Schwarze und hatte maßgeblichen Anteil am Auftakterfolg: Löwen-Stürmer Manuel Pforr (hier im Duell mit Grebenhains Marc Ortwein und Jan Rathouz). Archivfoto: Malmus
Nach dem 4:2-Sieg gegen Gießen wartet nun auf die Elf von Wolfgang Zientek ein echter Brocken: Aschaffenburg, aufgrund der räumlichen Nähe im hessischen Fußball beheimatet, fertigten die Bayern im ersten Duell den Hessenligisten Würges mit 6:1 ab und steht nun vor dem KSV an der Tabellenspitze. Erst am letzten Spieltag sicherte sich die Viktoria den Relegationsplatz - dank des Spitzenwertes von 90 geschossenen Toren in der Verbandsliga Süd - punktgleich mit Seligenstadt.
Die Aussage von Zientek vor dem Spiel ist eindeutig. „Aschaffenburg ist klarer Favorit und der schwerste Gegner in der Relegation“, sagt er. Der Druck liegt aber nicht nur bei seiner Mannschaft, sondern auch beim Gegner aus Unterfranken. „Die haben den Druck genauso wie wir“, stellt er fest.
Und bei einem ist sich der Übungsleiter ganz sicher: „Ich habe eine Mannschaft zusammen, die am Sonntag alles geben wird. Und genau das begeistert mich an der Truppe.“ Auch deshalb verlangt der Trainer keine besonderen Veränderungen in der Spielweise seines Teams oder erwägt bestimmte taktische Vorgaben. „Wie werden ganz normal spielen“, sagt Zientek, der stolz auf das bisher geleistete seiner Mannschaft ist. „Wenn mir einer vor der Saison gesagt hätte, dass wir Zweiter werden, hätte ich das unterschrieben und mich gefreut“, sagt er über das Abschneiden seiner jungen Mannschaft. Jetzt steht sein Team in der Relegation und kann sich gegen Aschaffenburg bewähren. Eines ist sicher. „Erstmal müssen die uns schlagen“, sagt Zientek. Und das wollen die Akteure des KSV natürlich verhindern: „Vielleicht“, sagt er, „können wir eine kleine Sensation schaffen.“
von Christoph Rümenapp



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