Als nächstes gegen Stuttgarter Kickers

Nach Pleite in Trier wartet bereits der nächste Gegner auf den KSV

Über den Kampf kommen: So wie hier Sascha Korb vom KSV Hessen Kassel (rechts) im Duell mit dem Trierer Patrick Lienhard. Im Hintergrund beobachtet KSV-Torwart Niklas Hartmann den Zweikampf. Fotos:  Hedler

Kassel. Nach der 1:3-Niederlage gegen Trier am Freitag steht für die Fußballer des KSV Hessen Kassel bereits am Dienstag das nächste Punktspiel an.

Gegner ab 19 Uhr im Auestadion sind die Stuttgarter Kickers. Viel Zeit, um über die Pleite nachzudenken, bleibt den Spielern von Trainer Tobias Cramer also nicht.

Für Cramer kommt die Partie gegen den Absteiger aus der dritten Liga aber nicht zu früh: „So kommen die Niederlagen gar nicht erst groß in den Kopf der Spieler.“

Trotzdem mahnt der Trainer nach zuletzt zwei Pleiten: „Wir müssen jetzt mal wieder punkten, damit wir gar nicht erst in einen negativen Strudel hineingeraten.“ Schon aus rein wirtschaftlicher Sicht seien die Kickers aus der Landeshauptstadt Baden-Württembergs aber Favorit. „Wir sahen zuletzt gegen vermeintlich stärkere Gegner aber immer gut aus“, sagt der 41-Jährige und erinnert an das torlose Remis in der Vorbereitung gegen Zweitligist Braunschweig.

Vertraut seinen Spielern: KSV-Trainer Tobias Cramer.

Für die Niederlage gegen Trier hatte Cramer eine einfache Erklärung und weiß, was morgen besser laufen muss: „Zwei, drei Positionen haben bei uns nicht die 100-prozentige Tagesform erreicht. Dann verliert man Spiele. Nur wenn alle Positionen ihre Top-Leistung abrufen, sind wir konkurrenzfähig.“

Mut machen dem Trainer die Genesung der in Trier verletzt ausgefallenen Spieler Frederic Brill und Nicolai Lorenzoni. Kapitän Brill werde morgen wieder dabei sein. Hinter Lorenzoni stehe noch ein kleines Fragezeichen. Er habe eigentlich Probleme mit dem Lendenwirbel gehabt, die in den Oberschenkel ausstrahlten. „Beim letzten Test haben die Blutwerte nicht gestimmt. Heute wird er noch einmal untersucht, dann wissen wir mehr“, sagt Cramer.

Ein besonderes Lob hatte der Cheftrainer dann noch für den erst 17 Jahre alten Steven Rakk übrig, der am Freitag zu seinem Regionalliga-Debüt kam. „Er hat nach seiner Einwechslung ein fehlerfreies Spiel gemacht - Hut ab.“ Man könne sich beschweren, dass der Kader zu klein sei, sagte Cramer, aber er habe Vertrauen in alle seine Spieler.

Rakk stieß vor zwei Jahren von Viktoria Fulda zur B-Jugend des KSV. In der vergangenen Saison spielte er dann für die A-Jugend - jetzt zum ersten Mal in der Regionalliga. In diesem Jahr absolvierte er erst ein Spiel für die zweite Mannschaft des KSV in der Verbandsliga, nun 13 Minuten in der vierten Liga.

Der 17-Jährige zu seinem Debüt: „Klar war ich vor meinem ersten Einsatz in der Regionalliga aufgeregt. Der Puls ist kurz vor der Einwechslung schon nach oben gegangen.“ Ein fehlerfreies Spiel wie von Steven Rakk gegen Trier wäre morgen gegen Stuttgart von allen wünschenswert.

Von Maximilian Bülau und Andreas Arens

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