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    • 06.02.13
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Bettenhäuser Handball-Rentner um Prezic, Vellmete, Leister und Co. spielen mit ihren Söhnen

Oldies greifen nach dem Pokal

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Kassel. Dass sie Spaß an dem haben, was sie tun, ist nicht zu übersehen. Dass sie das können, was sie tun, ist schnell zu sehen. Wenn Klaus Leister, Hazim Prezic, Michael Kopeinigg, Andreas Vellmete und Jörg Nehls zum Handball greifen, dann steht da eine Auswahl auf dem Feld, die gemeinsam Jahrzehnte an Zweitliga-Erfahrung mitbringt. Hinter ihnen steht mit Dirk Gutzeit einer der ehemals besten Torhüter der Region zwischen den Pfosten. Und auch Thorsten Atik, Martin und Stefan Weighardt und Sasa Kiurski haben vor gar nicht allzu langer Zeit ihre Vereine in Ober- und Regionalliga vertreten.

Mit Spaß und altem, neuem Ehrgeiz: Die Bettenhäuser Handball-Rentner Thomas Frohmüller, Hazim Prezic, Andreas Vellmete, Dirk Gutzeit, Klaus Leister und Michael Kopeinigg (von links). Foto:  Stehr

Mit Spaß und altem, neuem Ehrgeiz: Die Bettenhäuser Handball-Rentner Thomas Frohmüller, Hazim Prezic, Andreas Vellmete, Dirk Gutzeit, Klaus Leister und Michael Kopeinigg (von links). Foto:  Stehr

Vor einem Jahr ging’s los

Irgendwann im Laufe ihrer Handball-Karriere haben sich ihre Wege gekreuzt. Beim VfB Kassel, beim Tuspo Niedervellmar und beim HSC Landwehrhagen. Nun haben sie sich zusammengefunden. Beim VfB Viktoria Bettenhausen. „Die Idee gab es schon länger, aber genau vor einem Jahr, an meinem Geburtstag, haben mich Hazim Prezic und Davor Juricic so lange bearbeitet, bis ich zugesagt habe“, erzählt Andreas Vellmete.

Das war die Geburtsstunde dieses ungewöhnlichen Teams aus Handball-Rentnern. Inzwischen ist Linkshänder Vellmete Spielertrainer. „Und das, obwohl ich mit 38 der Jüngste in der Startformation bin“, sagt er lachend. Der älteste auf dem Feld ist Klaus Leister. Er, der unter anderem Tore für Melsungen und Vellmar warf, ist 54 Jahre alt und greift gemeinsam mit seinen Söhnen Martin und Stefan zum Ball.

„Davon träumen wir alle“, sagt Vellmete. Auch wenn es nicht allen gelingen wird, so lange auf dem Parkett zu stehen, bis auch ihre Kinder Tore werfen – eins haben sie bereits geschafft: Sie begeistern den Nachwuchs für ihren Sport. Wenn die Wahl-Bettenhäuser in der Bezirksliga B zu Punktspielen auflaufen, dann kommen Jung und Alt in die Olebachhalle. „Manchmal fahren jetzt sogar zu Auswärtsspielen 80 Zuschauer mit“, berichtet Thomas Frohmüller, Abteilungsleiter des VfB, vom neuen Geist beim einstigen Oberligisten in Bettenhausen.

Neben dem Ziel, in die A-Klasse aufzusteigen, was angesichts von 22:2 Punkten und Tabellenplatz zwei hinter der HSG Wesertal III (28:0) noch drin ist, geht es ihm vor allem darum, den Nachwuchsbereich neu aufzubauen.

Dazu soll auch das kommende Wochenende beitragen. Da richtet der VfB das Finalturnier im Bezirkspokal aus. Landesligist Landwehrhagen wurde auf dem Weg in diese Endrunde schon bezwungen, Lohfelden trat gar nicht erst an. Nun wollen die Handball-Rentner Oberligist TSV Vellmar kitzeln und den SVW Ahnatal bezwingen. „Diese Partie hätte ich gern vor fünf Jahren gespielt“, sagt Vellmete lachend. Aber, egal wie es ausgeht, für seine Truppe geht es weiter: „Es gibt schon Anfragen von Spielern, die zu uns kommen wollen.“

Und: Da ist ja auch noch das „Endspiel“ um die Meisterschaft in der Liga am 2. März gegen Wesertal...

Von Claudia Stehr

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