Kassel. Die 1-b-Mannschaft der Kassel Huskies steht mit einem Bein im Playoff-Finale der Hessenliga: Beim Halbfinal-Auftakt gegen Eintracht Frankfurt setzte sich das Team von Trainer Milan Mokros mit 11:3 (2:2, 7:0, 2:1) durch.

Dicke Luft vor dem Frankfurter Tor: Der Kasseler Nils Vogel kämpft gegen Hannes Braun, Maurice Szczutowski und Julian Hessel (von links), doch der Puck geht Zentimeter am Tor vorbei. Foto: Malmus
Weil die Gäste im Stau standen, begann das Spiel zehn Minuten später, die 800 (!) Zuschauer in der Eissporthalle bekamen zunächst eine zähe Partie zu sehen. Zwar brachte Luca Obernesser die Gastgeber bereits in der dritten Minute in Führung. Doch Frankfurt glich postwendend aus und ging sogar mit 2:1 in Führung (10.). In Überzahl sorgte Constantin Schneider für den 2:2-Pausenstand (14.).
Trainer Mokros war stinksauer. Entsprechend fiel die Pausenansprache aus. „Es kann nicht sein, dass einige meinen, wegen der Zuschauer plötzlich alles allein machen zu müssen.“
Der Appell zeigte Wirkung. Nun war Kassel die dominierende Mannschaft, ein Doppelschlag von Nils Feustel und Maximilian Vater in der 23. Minute brachte die 1 b auf die Siegerstraße. Ingo Siebert hielt den Kasten bei den wenigen Frankfurter Chancen sauber, vorn trug sich fast jeder in die Torschützenliste ein. Mit einem 9:2-Vorsprung ging es ins letzte Drittel. Der Rest war dann nur noch Formsache.
EJK-Chef Marc Berghöfer freute sich nach der Partie über das typische „Hessenliga-Lachen“ der Spieler und blickte schon nach vorn. „Wir wollen aufsteigen, dafür kämpfen die Jungs.“ Mit Huskies-Geschäftsführer Stefan Traut sei dies bereits besprochen. Im Etat müsse man für die Regionalliga etwa 20 000 Euro mehr vorsehen.
Das Rückspiel in Frankfurt findet am 4. März statt. Kassel: Siebert (Messing) – Brodatzki, Wolff, Obernesser, Andreas, Six, Pyszynski, Bissmann – Kalb, Vogel, Mizera, Wohlrab, Schädel, Vater, Schardt, Ast, Feustel, Schneider, Damm. Tore: 1:0 (3.) Obernesser, 1:1 (4.) Spieß (4:5), 1:2 (10.) Schlicht, 2:2 (14.) Schneider, 3:2 (23.) Feustel (5:4), 4:2 (23.) Vater, 5:2 (27.) Feustel (4:5), 6:2 (32.) Kalb, 7:2 (34.) Vogel, 8:2 (36.) Mizera, 9:2 (38.) Kalb, 10:2 (43.) Vogel, 11:2 (53.) Wohlrab (5:4), 11:3 (56.) Schlicht. Strafminuten: 12:14 Minuten
Von Carina Mihr



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