Willingen. Er ist der neue Popstar des Skispringens. Er ist jung, er ist smart. Und er ist erfolgreich. Sehr erfolgreich sogar. Wie schon im vergangenen Jahr war Gregor Schlierenzauer auch in diesem Jahr auf der Willinger Mühlenkopfschanze nicht zu bremsen.

Mit Sprüngen auf 142,5 und 137 Meter lehrte er die Konkurrenz wieder einmal das Nachsehen. Es ist bereits der achte Sieg des 20-Jährigen, der über ein beeindruckendes Fluggefühl verfügt, in diesem Winter.
Schlieri, wie ihn seine Teamkollegen rufen, ist zwar Österreicher, doch die Fans an der Schanze feuern ihn mit derselben Hingabe an der sich auch den deutschen Adlern entgegenbringen. Er hat die Lücke gefüllt, die Martin Schmitt und Sven Hannawald bei den Fans hinterlassen haben. Er ist ein Überflieger, ein Jahrhundertalent.
Besonders bei den jungen weiblichen Fans steht der Single hoch im Kurs. Aber Mädels, Achtung: Dafür habe er sowieso keine Zeit, erklärte er unlängst in einem Interview. Seine Autogramme sind mit die gefragtesten. Schlierenzauer ist hip. Und am Zahn der Zeit.
Natürlich hat er einen Account im Online-Portal Facebook. Wo sich andere mit Freunden austauschen, tritt er mit den Fans in Kontakt. Der Poker-Fan präsentiert hier regelmäßig Links zu Videos mit Ausschnitten aus Siegerehrungen und Pressekonferenzen. Er hat derzeit 27700 Anhänger. Höchstwahrscheinlich, dass sich diese Zahl in den kommenden Wochen noch erhöht. Denn neben dem Schweizer Simon Ammann zählt der mehrfache Weltmeister, der auf dem linken Ohr seit seiner Geburt taub ist, bei seiner olympischen Premiere in Vancouver in der kommenden Woche zu den großen Favoriten auf Gold.
Er ist das Zugpferd des enorm starken österreichischen Teams. Behält er seine Form, dürfte er ein Garant für Edelmetall sein. Am Sonntag erholt er sich noch einen Tag zuhause, am Montag geht´s dann nach Kanada.
Von Michaela Streuff

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).



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