Fahrer aus ganz Deutschland am Start

Motocross in Hofgeismar: Viel Schlamm, wenig Unfälle

Hofgeismar. Für Anspannung sorgte am Samstagvormittag der Regen. Zu der Zeit, wo die Trainingsläufe auf der Crossstrecke am Kelzer Berg stattfanden,kam es Nass von oben.

Doch der Wettergott meinte es gut mit der traditionellen Motocrossveranstaltung des Hofgeismarer Enduroclubs - pünktlich zur Mittagszeit kam kein Tropfen mehr vom Himmel, so dass die 300 Teilnehmer des Endlaufs zur MSR-Amateurmeisterschaften bedenkenlos auf die Piste geschickt werden konnten.

„Wenn es weiter geregnet hätte, wäre es eng geworden - spätestens wenn die Fahrer nicht mehr die Steigungen hochgekommen wären, hätten wir reagieren müssen“, sagt EC-Vorsitzender Thomas Börsch. Doch soweit kam es nicht - und glücklicherweise gab es auch keine größeren Unfälle.

Tatsächlich verlor schon der ein oder andere in brenzligen Kurven die Kontrolle über sein Zweirad, doch auch nach einem Sturz ging die Fahrt sofort weiter. „Eine sehr trockene Strecke ist viel gefährlicher, denn durch den Staub ist die Sicht stark eingeschränkt“, erklärte Andreas Herbold vom EC-Vorstand. Durch die Nässe hätten sie als Verein allerdings wesentlich mehr Arbeit nach dem ersten Renntag alles wieder optimal herzustellen, da schon starke Furchen vorhanden seien.

Keine Bedenken seinen zehnjährigen Sohn Kimi Schmidt ins Rennen zu schicken, hatte sein Vater „Kimi weiß, wie er mit solchen Streckenverhältnissen umgehen muss, schließlich trainiert er auch mal bei solchem Wetter“, so Jonny Schmidt aus Trendelburg. Im Verein gilt der junge Crosser als großes Nachwuchstalent. Als hervorragender Fahrer gilt auch Eric Valtingojer aus Stammen. Ohne Probleme holte der 17-Jährige in seiner Kategorie MX1 am Samstag den Tagessieg. „Besonders wichtig ist es für uns Motocrosser körperlich fit zu sein, deshalb mache ich fast täglich Sport.“

Obwohl der Jugendliche erst mit knapp 14 Jahren zum Motocross kam, ist er äußerst erfolgreich. Dies lege vor allem an der extremen Trainingsbereitschaft seines Sohnes, ergänzte Vater Jörg Valtingojer, der selbst in den 80er Jahren Weltmeisterschaften im Motocross gefahren ist.

Waren in den Vorjahren stets mehrere Tausend Besucher bei der besonderen Veranstaltung mit der beliebten Naturstrecke, so waren am Samstag gerade mal 500 Zuschauer dabei. Wenn das Wetter mitspielt, hofft man dass am Sonnag mehr Publikum kommt. Der dramatische Todesfall vom Vorjahresrennen, war unter den Sportlern und auch Gästen kein Thema. Am Sonntag soll es eine Schweigeminute geben, die vielleicht den ein oder anderen an den dramatischen Vorfall erinnern wird.

Motocross am Kelzer Berg in Hofgeismar

In elf Kategorien gingen die Fahrer aus ganz Deutschland an den Start. Wie immer gab es gewagte Sprünge, rasante Kurvenfahrten und reichlich Benzingeruch in der Luft. Am Sonntag ist ab 9 Uhr Training, ab 13 Uhr starten die Rennen.

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