Herausgeputzt für harten November

MT Melsungen: Diese Aufgaben haben die Handballer vor der Brust

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Könnte fast als Filmplakat herhalten: Der MT-Tross wurde beim Kasseler Modegeschäft Köhler eingekleidet. Bitte klicken Sie oben rechts auf den Pfeil im Foto, um es in voller Größe zu sehen.

Kassel. So sind die Handballer der MT Melsungen nicht alle Tage zu sehen. Feiner Zwirn, Hemd, Krawatte - der heimische Bundesligist ist vom Herrenausstatter Köhler eingekleidet worden. Das Ergebnis macht allemal was her.

Elegant schreitet der MT-Tross über die Kasseler Königsstraße, das entstandene Foto könnte glatt als Filmplakat herhalten. Mit Blick auf das anstehende Programm ließe sich die Szene auch wie folgt beschreiben: Die MT hat sich herausgeputzt für den harten November.

Nach dem erfolgreichen Oktober hat der Tabellensechste in diesem Monat knackige Aufgaben vor der Brust. Rechtsaußen Arjan Haenen drückt es so aus: „Jetzt geht’s richtig los.“ Natürlich denkt der Niederländer dabei zuerst an den Start im europäischen Wettbewerb EHF-Cup mit dem Hin- und Rückspiel gegen das kroatische Team HC Zamet. Außerdem dürfen sich die MT-Fans auf zwei brisante Heimspiele in der Bundesliga freuen: das Derby gegen Wetzlar und die Partie gegen Rekordmeister THW Kiel - das Sahnehäubchen zum Abschluss des Monats.

Ein Höhepunkt jagt den nächsten, der MT-Kapitän findet daran gefallen. Michael Müller sagt: „Wir sind wieder in der Spur. Wenn mehrere Knallerspiele dicht hintereinander folgen, bleiben wir automatisch konzentriert.“ Dass das MT-Team wegen der EM-Qualifikation der Nationalmannschaft zwei Wochen lang kein Pflichtspiel bestritten hat, sei nicht ungelegen gekommen. Die Melsunger Handballer brauchten die Zeit zum Durchschnaufen. „Im Oktober haben wir uns nach oben gearbeitet. Das hat nicht nur physisch, sondern auch psychisch Kraft gekostet“, erklärt der Kapitän.

Nun blickt Müller mit Vorfreude auf die nächsten Wochen. Auf die Frage, welche Aufgabe ihn besonders reize, muss der 32-Jährige nicht lange überlegen: der EHF-Cup. „Darauf haben wir hingearbeitet. Jetzt ist es endlich soweit“, sagt Müller. Anderer Wettbewerb, anderes Land, anderer Gegner - Müller freut sich vor allem auf die Abwechslung. Die Gefahr, dass der November zu stressig werden könnten, sieht er keineswegs. Die jüngsten Bundesligaspiele hätten gezeigt, dass sich die Mannschaft körperlich in einem Top-Zustand befände. „Außerdem haben wir in diesen Spielen mehrfach Moral bewiesen“, sagt Müller.

Wichtig sei nun, einen klaren Kopf zu bewahren. Wobei sich der MT-Kapitän nicht scheut, eine gängige Floskel heranzuziehen. „Es klingt abgedroschen, aber es ist hilfreich, wenn wir von Spiel zu Spiel denken.“ Überhaupt sei es nützlich, die gesamte Spielzeit in Etappen zu unterteilen. Müller sagt: „So eine Saison ist ein Riesenbrocken. Für den Kopf ist es einfacher, in kleineren Schritten voranzugehen.“ Bei der MT bieten sich Monatsschritte an. Fehlstart im September, Wende im Oktober - und nun? So viel ist jetzt schon sicher: Der November der MT hat es in sich.

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