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Nichts Neues beim RSV 05

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Allenthalben Resignation: Der Gemütszustand von 05-Trainer Jozo Brinkwerth (Mitte) und der Auswechselspieler könnte nach dem 3:5 gegen Lüneburg nicht besser dokumentiert werden. Foto: Jelinek
Allenthalben Resignation: Der Gemütszustand von 05-Trainer Jozo Brinkwerth (Mitte) und der Auswechselspieler könnte nach dem 3:5 gegen Lüneburg nicht besser dokumentiert werden. Foto: Jelinek

Göttingen. Der RSV Göttingen 05 wartet in der Fußball-Oberliga Niedersachsen weiter auf ein Erfolgserlebnis. Das hatte das Team von Trainer Jozo Brinkwerth gegen den Lüneburger SK zumindest 48 Minuten lang.

Denn bis dahin führten die Gastgeber mit 2:0, ehe innerhalb von nur elf Minuten das Unheil über sie hereinbrach, die Lüneburger diese Partie drehten und am Ende den Göttingern eine weitere bittere Pille mit einer 3:5 (2:0)-Niederlage bescherten – es war nunmehr das sechste sieglose Spiel in Folge für die 05er.

Es ist schon faszinierend, wie die Hardcore-Fans ihr Team 90 Minuten mit lauten Gesängen trotz erneut schwacher Leistung in der zweiten Halbzeit anfeuern. Am Ende aber schütteten sie Sarkasmus über die 05er, indem sie sich selbst feierten. Da fiel dann auch schon einmal ein nicht druckreifer Spruch aus den Fan-Reihen nach dem Abpfiff.

Beyazit-Tore für die Katz

Allerdings gab’s auch erneut keine „Trainer raus“-Rufe. Die Frage aber muss gestellt werden, ob Brinkwerth seine Spieler noch erreicht. Die Antwort lautet zumindest nach den ersten 45 Minuten: „Ja“. Denn da setzten die Göttinger das um, was ihnen vorgegeben war, die Schwächen in der manchmal etwas schwerfällig agierenden Lüneburger Abwehr zu nutzen. So erlief Özkan Beyazit, von Anfang an wieder dabei, einen langen Ball, der die LSK-Hintermannschaft in der achten Minute auf dem falschen Fuß erwischt hatte und ließ Lüneburgs Keeper Maximilian Wulf mit einem Heber aus halbrechter Position keine Abwehrchance. Beim 2:0 lief Philipp Bruns seinen Gegenspielern auf rechts davon, in der Mitte lauerte Beyazit und musste nur noch den Fuß hinhalten (22.).

Was sich allerdings die 05-Defensive nach der Pause erlaubte, ging auch nicht mehr auf die berühmte Kuhhaut. Haarsträubende Fehler beim 1:2, als Stefan Richter völlig frei nach Linksflanke einschieben konnte (48.), Finn Gierke nur vier Minuten später aus 16 Metern den Ausgleich zum 2:2 erzielte, erneut Gierke nach Fauxpas von Julian Keseling die Gäste mit 3:2 (59.) erstmals in Führung brachte, Torjäger Benjamin Tillack das vorentscheidende 4:2 (66.) wiederum nach Fauxpas von Robert Huck und Keseling im Verbund markierte und der eingewechselte Arafate Tcha-Gnaou mit dem 5:2 (83.) endgültig den Deckel draufpackte. Da konnte auch das 3:5 von Christian Horst per Strafstoß nach Foul am Krzysztof Podolczak für nichts mehr entschädigen. (gsd)

Von Walter Gleitze

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