Moringen. Die Fußballer der SG Hettensen/Ellierode rangieren in der Freiluftsaison lediglich im Mittelfeld der Kreisliga auf Platz acht. Beim Gilde-Weper-Cup des SV Moringen haben sie jedoch jetzt gezeigt, was in ihnen steckt.
Mit zwölf Punkten gewann der Außenseiter am Donnerstagabend in der KGS-Sporthalle das traditionelle Hallenfußballturnier und verwies den haushohen Favoriten, den Bezirksligisten SG Denkershausen/Lagershausen, auf den zweiten Platz. Rang drei belegte der SSV Nörten, Vierter wurde Vorjahressieger SSG Bishausen.
Der Trainer des Cup-Gewinners, Bodo Schmidt, strahlte vor Freude über das ganze Gesicht. Die Siegermannschaft trainiert er gerade erst seit einem halben Jahr und jetzt errang er mit ihr den ersten großen Erfolg: „Wir brauchen eine gewisse Zeit, um in Gang zu kommen. Wenn der Teamgeist stimmt, können wir aber jeden schlagen.“
Und spannender ging es dann auch nicht am Donnerstag: Die beiden Konkurrenten um den Cup-Sieg, Denkershausen und eben Hettensen/Ellierode, trafen erst im letzten Spiel der Endrunde aufeinander. Gespielt wurde eine einfache Punktrunde. Der Spielertrainer des Bezirksligisten, Oliver Hillebrandt, machte zuvor eine Rechnung auf. „Uns reicht ein Unentschieden, Hettensen/Ellierode muss gewinnen, um den Cup zu holen.“
SG-Vorsitzender Andreas Vieweg warnte bereits: „Es ist immer gefährlich, wenn ein Unentschieden reicht.“ Vergebens. Seine Befürchtungen sollten sich bestätigen. Nach fünf Minuten Spielzeit erzielte Marcel Rittmeier das 1:0 für die SG Hettensen/Ellierode. Zwar glich Niklas Rolf drei Minuten später zum 1:1 aus, doch Hettensen/Ellierode ließ sich davon nicht beeindrucken, war beweglicher und schneller auf den Beinen.
Die Erlösung kam in der elften Minute. Mit einem Doppelschlag von Sascha Flentje und Christopher Zettl machte die SG mit dem 3:1-Endstand den Sieg perfekt.
Oliver Hillebrandt übte sich hinterher in Selbstkritik: „Wir waren zu behäbig, die Niederlage haben wir uns selbst zuzuschreiben.“
Die SG Denkershausen/Lagershausen durfte letztlich über den zweiten Platz, den sie auch im Vorjahr erreicht hatten, noch glücklich sein. Denn den holte sie nur, weil sie mit 18:7 Toren das bessere Torverhältnis im Vergleich zum punktgleichen SSV Nörten aufwies. Beide kamen in der Endabrechnung auf zehn Zähler, Nörten hatte mit 15:9 Toren jedoch das Nachsehen.
Von der Rolle war Vorjahressieger SSG Bishausen. Trainer Wolfram Ansorge kam mit seiner Mannschaft nicht in Fahrt und wurde letzlich Vierter. Dafür verschaffte sich das Team jedoch eine kleine Genugtuung. Mit 2:0 fügte es dem späteren Cup-Sieger SG Hettensen/Ellierode die einzige Niederlage der Endrunde zu.
Von Hans-Peter Niesen



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