Uslar. Den Fußball-Wanderpokal der Uslarer Brauerei Haffner hat am Mittwoch nach einem packenden, aber zunächst torlosen Endspiel, mit Verlängerung und Neunmeterschießen der FC Weser gewonnen.
Der FC Stadtoldendorf hatte letztlich das Nachsehen und musste sich mit Platz zwei begnügen, nachdem die Kicker von der Oberweser mit 2:1 gesiegt hatten.
Der heimische Kreisligist präsentierte sich am Finaltag gegenüber der Vorrunde deutlich verbessert, verlor dennoch sein Gruppenspiel gegen den FC Adelebsen mit 0:1, hatte aber schließlich doch das beste Ende für sich.
Gewaltschüsse von beiden Finalisten landeten während der zwölf Minuten der regulären Spielzeit und auch in der fünfminütigen Verlängerung meist nur an der Hallenwand oder maximal am Pfosten. Beim Neunmeterschießen bewies der Weser-Schlussmann Jan Schlieper dann mehr Routine und Nerven und sicherte sich und seinem Team den Turniersieg.
Fair-Play bewiesen die Fußballer aus Stadtoldendorf vor gut 400 Zuschauern zuvor schon im Halbfinale, als die Gäste dem FC Lindenberg Adelebsen gegenüberstanden. Die Adelebser dominierten spielerisch und spielten etliche Chancen heraus, die sie jedoch erst nicht nutzten. Nach der 1:0-Führung rafften sich die abwehrstarken Stadtoldendorfer postwendend zum 1:1 auf. Das war der Endstand, der für Verwirrung sorgte.
Schiedsrichter Helmut Söhnholz entschied, dass es nach den neusten Regeln keine Verlängerung mehr gebe, sondern gleich ein Neunmeterschießen. Dieses gewann der FC Stadtoldendorf 3:1. Die Adelebser protestierten, beriefen sich auf die vom Fußballverband genehmigte Turnier-Ausschreibung und pochten auf eine Verlängerung.
Dem stimmten die Stadtoldendorfer und schließlich auch die Verantwortlichen um Turnierleiter Maik Schmitz und VfB-Chef Carsten Homes zu. Endstand nach der von Schiedsrichter Klaus-Eberhard Ulrich gepfiffenen Verlängerung war ein 1:1 - und damit war das Spiel durch das vorgezogene Neunmeterschießen entschieden. Als Trost erhielten die viertplatzierten Adelebser bei der Siegerehrung ihre 50-Euro-Prämie.
75 Euro gab es für den drittplatzierten VfB Uslar. Die Gastgeber zeigten sich auf dem Spielfeld zwar technisch meist sauber, am Spielfeldrand und auf der Bank jedoch nicht immer von ihrer fairsten und feinsten Seite. Einzeln Uslarer scheinen den Spielgedanken beim Kicken aus den Augen verloren zu haben, was bereits mehrfach während des Turniers und auch bei der Siegerehrung kritisiert wurde. Auch im Internet auf www.hna.de/sportnous.html wird über das Hallenturnier lebhaft diskutiert.
Die 27. Auflage des Haffner-Pokalturniers mit über 1200 Zuschauern an allen drei Spieltagen wertet Turnierleiter Schmitz als gelungen. (zjs)



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