Diesmal ist es ein Weltmeister

Shkodran Mustafi ist Nordhessens Sportler des Jahres

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Fußball-Weltmeister und Nordhessens Sportler des Jahres: Shkodran Mustafi.

Kassel/Valencia. Einen Fußball-Weltmeister gab es in dieser Region seit 60 Jahren nicht mehr. Und deshalb ist es kein Wunder, dass Nordhessens Sportler des Jahres Shkodran Mustafi heißt.

Der in Bebra aufgewachsene Innenverteidiger des spanischen Spitzenklubs FC Valencia hat die Wahl der HNA-Leser vor der Leichtathletin Carolin Schäfer aus Bad Wildungen und Husky Sven Valenti gewonnen. Mustafi ist ein würdiger Sieger, aber auch Schäfer oder Valenti hätte man sich gut als Nordhessens Sportler des Jahres vorstellen können.

Die EM-Vierte ist bei uns auf Platz zwei gelandet: Carolin Schäfer. Foto: dpa

Mustafi erfuhr von seiner Wahl am späten Donnerstagabend. „Das ist ja klasse, ich freue mich total“, sagte der Fußballer in Valencia am Telefon. „Nach der Wahl zur Mannschaft des Jahres in Deutschland ist das jetzt meine zweite Ehrung.“ Auf HNA.de hatte er die Aktion gesehen, aber nur kurz überflogen. „Von all den Sportlern, die zur Wahl standen, kenne ich nur Marc Stendera persönlich. Wir waren mal zusammen beim Hessischen Rundfunk im TV-Studio bei einer Heimspiel-Sendung.“

Aber hatte er einen Favoriten? Hat er zum Beispiel Sven Valenti einmal spielen sehen? „Nein“, sagt Mustafi lachend, „wenn ich daheim in Bebra bin ist die Zeit immer sehr knapp und reicht kaum aus für die Familie.“ Wichtig aber ist dem Weltmeister eines: „In Nordhessen hat man als Sportler nicht die größten Möglichkeiten. Bebra und selbst Kassel sind ja nun keine Sportmetropolen. Aber mit unseren Erfolgen haben wir alle bewiesen, dass man auch als Sportler dieser Region viel erreichen kann. Wer also zielstrebig ist und sein eigenes Limit erreicht, der hat für sich ganz ganz viel erreicht“, sagt Shkodran Mustafi.

Ein Problem aber gibt es noch: Wann kann er die Ehrung entgegennehmen? „Mal sehen, wann ich wieder mal daheim bin. Dann müssen wir spontan sein“, sagt Mustafi.

Dauerbrenner der Huskies und jetzt Bronze: Sven Valenti. Foto: Fischer

Carolin Schäfer hatte am Freitag gerade trainiert, als sie über ihre Platzierung informiert wurde. „Ich freue mich und finde es toll, dass meine Leistung honoriert wurde“, sagt die EM-Vierte im Siebenkampf, die hinzufügt: „Gegen einen Fußball-Weltmeister kann man mal verlieren.“

Sven Valenti ist seit Menschengedenken ein Husky, und es war neben seinen grandiosen Leistungen vermutlich auch diese im Eishockey äußerst seltene Vereinstreue, die so viele Leser bewogen haben, ihre Stimme für den Eishockeyspieler abzugeben. Valenti war gestern so sehr auf das Spiel gegen Bietigheim konzentriert, dass er sich von uns nicht stören ließ.

Von Gerd Brehm und Gerald Schaumburg

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