Türkgücü Münden könnte selbst als Vorletzter der Fußball-Kreisliga die Klasse halten

Entscheidungsspiel gibt neue Hoffnung

Per Hintertür zum Klassenerhalt: Zumindest wird der Druck für Goran Andjelkovic und den SV Türkgücü nun etwas geringer. Foto: Brandenstein

Hann. Münden. Eigentlich wollte Türkgücü Münden am Wochenende den Grundstein zu seiner Aufholjagd in der Fußball-Kreisliga legen. Doch angesichts der Komplettabsage seitens des Fußballkreises aufgrund der schlechten Platzverhältnisse wurde das Team von Goran Andjelkovic ausgebremst. Auch das Spiel in Adelebsen fiel aus. Allerdings gab es doch Grund zur Freude. Denn wie jetzt bekannt wurde, werden am Saisonende auch die beiden Tabellenvorletzten der Süd- und Nordstaffel eine Chance auf den Klassenerhalt besitzen.

Grund ist eine erneute Vereinsfusion in der Nordstaffel. Dort gehen die SG Rhume und der SV Pöhlde zusammen und stellen ein gemeinsames Kreisligateam. Daraus ergibt sich laut Kreis-Spielausschuss-Vorsitzendem Klaus Henkel „dass, wenn keines der beiden Fusionsteams am Saisonende auf einem Abstiegsplatz steht, es zwischen den Vorletzten ein Entscheidungsspiel geben wird“. Dass Rhume oder Pöhlde doch noch in die Abstiegszone rutschen könnten, ist kaum vorstellbar. Die Mannschaften weisen aktuell 19 (Rhume) beziehungsweise neun Punkte Vorsprung auf.

So muss Türkgücü Münden also nur noch sicherstellen, dass es zumindest den vorletzten Rang behält. Derzeit weist man lediglich zwei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Hainberg II auf. Die Kellerkinder treffen am 31. Mai in Münden aufeinander. „Diesen vorletzten Platz müssen wir natürlich absichern“, sagt Türkgücüs Trainer Goran Andjelkovic. Er betont aber auch: „Wir sind sehr, sehr ehrgeizig, haben zuletzt trotz der Niederlage in Seeburg guten Kreisligafußball gespielt und wollen den Dittletzten, Rosdorf, möglichst noch einholen.“

Zwischenzeitlich war nicht nur bei Türkgücü darüber spekuliert worden, dass selbst der vorletzte Tabellenplatz zum direkten Klassenerhalt genügen würde, da der SC Rosdorf in der kommenden Saison nicht mehr Kreisliga spielen wolle. Eine Nachfrage bei den Göttingern ergab aber, dass eine solche Entscheidung noch längst nicht gefallen ist. „Wir merken zwar allgemein, dass es immer schwieriger wird, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen“, sagt Rosdorfs Abteilungsleiter Arnold Gremmes. „aber die Entscheidung fällt erst Anfang Juni.“ Bis dahin will Rosdorf ein konkurrenzfähiges Team für die Saison 2015/16 beisammen haben – und zwar möglichst für die Kreisliga. „Was wir aber nicht mitmachen werden“, so Gremmes weiter, „ist der Wahnsinn, immer mehr Spieler aus höheren Ligen in die Kreisliga holen zu wollen.“

Von Manuel Brandenstein

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