Handball: TG Münden schlägt beim Methe/Methe-Cup Gastgeber mit 20:17

Härtetest nicht bestanden

Action in der Vellmarer Großsporthalle: Die Mündener Niklas Bolse (am Ball) und Jann Rentsch (ganz rechts) im Angriff gegen Vellmars Gunkel (links) und Botte. Foto: Brandenstein

Vellmar. Zwei Wochen vor dem Saisonauftakt der Handball-Verbandsliga unterzog sich die TG Münden einem letzten Härtetest. Beim Methe/Methe-Cup des TSV Vellmar belegte die Mannschaft den vierten und damit letzten Platz. Und das, obwohl die TG als einziges Team den Turniersieger aus Vellmar bezwingen konnte.

Zum Auftakt hatte die TG, die auf Rückraumspieler Jendrik Janotta und Torhüter Alexander Klocke verzichten musste, gegen einen stark spielenden Landesligisten aus Hersfeld kaum etwas zu bestellen (14:22/6:12). „Danach ist es deutlich besser gelaufen und die Einstellung war so kämpferisch, wie ich sie haben will“, meinte Matthias Linke. Die Mündener traten in der zweiten Partie gegen Oberligist und Turnierfavorit TSV Vellmar weitaus zielstrebiger auf. In der für die rund 100 Zuschauer wohl interessantesten Partie des Tages agierte die TG stets auf Augenhöhe. Besonders gefielen die sehr schnellen Konterangriffe über Rentsch, Lieberknecht sowie Backs und der starke linke Rückraum mit Christian Grambow, der mit 20 Treffern auch bester Turniertorjäger wurde. Der mit modischem, kurzen Zopf auflaufende Shooter war von der Vellmarer Deckung nicht zu stoppen. Amüsant zu sehen, wie er sich mit seinem ehemaligen Mündener Mannschaftskameraden im Vellmarer Tor, Christian Gumula, eine Art Privatduell lieferte. Nur gegen Ende der ersten Halbzeit (Spielzeit: zweimal 20 Minuten) behielt „Gumu“ die Oberhand. Da parierte er drei schwierige Grambow-Würfe in bester Manier, und der TG-Schütze musste ungläubig den Kopf schütteln. Schon im Verlauf der ersten Halbzeit hatte Niklas Bolse die Spielmacherposition von Neuzugang Justin Brand übernommen. Bolse bedankte sich mit zwei blitzsauberen Toren. So blieb die TG immer an den meist einen Treffer vorlegenden Vellmarern dran. Acht Minuten waren im zweiten Durchgang absolviert, als Christian Grambow die TG erstmals in Führung brachte (12:11). Diesen Vorsprung gaben die Südniedersachsen nicht mehr ab. Ein Kracher von Grambow und ein listiger Heber durch Daniel Lieberknecht machten den überraschenden 20:17-Erfolg perfekt. Ihr letztes Turnierspiel verlor die TG überraschend gegen den Kasseler Landesliga-Aufsteiger TG Wehlheiden mit 18:20. „Der Gegner war einfach einen Tucken frischer“, meinte Linke. „Aber ich bin nicht unzufrieden, und wir haben ja auch noch zwei Wochen Zeit, um einige Fehler abzustellen.“

Tore: Grambow 9/1, Lieberknecht 5, Rentsch 3, Bolse 2, Backs 1. (mbr)

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