Kampfgerichte: DHB nominiert Helmut Tost und Markus Conrad

Die Herren der Uhren

Helmut Tost (links) und Markus Conrad mit der Zeitnehmer-Uhr (links vor Tost) und dem (elektronischen) Spielbericht (rechts vor Conrad) am Tisch des Kampfgerichtes. Foto: privat / nh

Hann. Münden. Handball-Kenner wissen es: Bei einem Pflichtspiel ist der „Herr des Verfahrens“ - neben den beiden Unparteiischen (und keineswegs erst hinter ihnen) - das Kampfgericht. Bis hin zur Oberliga, deren Spielbetrieb noch vom Landesverband geregelt wird, besetzen dieses Kampfgericht Verteter der an der Partie beteiligten Vereine.

Sowie der DHB die Verantwortung für den Spielbetrieb trägt - in den drei Bundesligen (1., 2. und 3.) sowie den A- und B-Jugend-Bundesligen sowohl bei Mädchen als auch bei den Jungen - werden diese paritätisch besetzten Gremien ersetzt durch neutrale Kampfgerichte.

Die dort sitzenden „Richter“ sucht und bildet sich der DHB sorgfältig aus.

Südniedersachsen ist zu einer Region geworden, in der vom DHB zu verantwortende Begegnungen nicht mehr (oder: noch nicht wieder) stattfinden. Dementsprechend dünn gesät sind hier auch vom DHB berufene Kampfgerichte.

Augenblicklich gibt es sogar nur eines: Nach dem Kampfgericht-Seminar, das der niedersächsiche Handballverband (HVN) im Auftrage des DHB in Verden ausgerichtet hatte, nominierte der DHB Markus Conrad und Helmut Tost (beide: SV SV Schedetal Volkmarshausen/TSG Münden) als Kampfgericht für Pflichtspiele in der 3. Liga Ost sowie in den Jugendbundesligen. Beide bringen eine jahrzehntelange Erfahrung als aktive Spieler wie auch als Schiedsrichter mit.

Die Aufgaben des Kampfgerichtes sind vielfältig: Am auffälligsten ist ihre Verantwortung für die Zeitnahme aller Arten: Gesamtspielzeit, Auszeiten entweder seitens der Unparteiischen oder aber seitens der Trainer, sowie das „Kontrollieren beim Absitzen“ der Zeitstrafen. Daneben hat das Kampfgericht mit dem „Spielbericht“ akribisch jenes Dokument zu führen, auf das sich in Zweifelsfällen die Beteiligten berufen können.

Neu ist die Überwachung der „Drei-Angriffe-Regel“: Verletzte Spieler sollen nicht auf dem Feld behandelt werden, sondern so früh wie machbar vom Feld genommen werden. Wieder eingewechselt werden kann der Verletzte erst nach drei abgeschlossenen Angriffen seiner Mannschaft. (eko)

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