Handball: Zweitligisten verwöhnen das Bebraer Publikum beim 31:28 mit ansprechenden Leistungen

Neuling bezwingt den ThSV

Adrian Wöhler im Anflug: Er zählte bei den unterlegenen Eisenachern gegen Hüttenberg zu den erfolgreichsten Torschützen. Vier Treffer gelangen ihm. Foto: Walger

Bebra. Ein Festtag für den heimischen Handballsport - im Einladungsspiel zum 90-jährigen Bestehen hatte die Handball-Abteilung des TSV Bebra die beiden Zweitliga-Konkurrenten ThSV Eisenach und TV Hüttenberg in der Bebraer Großsporthalle präsentiert.

Und beide Teams boten zeitweise Spitzenhandball. Am Ende hatte der Aufsteiger aus Mittelhessen mit 31:28 (18:12) die Nase vorne.

Beide Teams nutzten auch die Chance, ihre Neuzugänge und Nachwuchsspieler auf den Prüfstand zu stellen. Verständlich deshalb, dass da noch nicht alle Spielzüge und Laufwege stimmten. Es läuft ja auch noch die Saisonvorbereitung.

Zerfahrener Beginn

Die Partie begann ein bisschen zerfahren. Es dauerte bis zur 5. Minute, ehe das erste Tor fiel. Die körperlich schwächeren, aber quirligeren Hüttenberger fanden zuerst ihren Rhythmus. Bis zur 21. Minute erarbeiteten sie sich einen Vier-Tore-Vorsprung (12:8). Sie profitierten dabei allerdings von einigen technischen Fehlern der Thüringer, denen die wechselnden Abwehrvarianten ihres Gegners Probleme bereiteten. Das schlug sich auch im Halbzeitstand nieder. Denn beim Seitenwechsel führte der TV Hüttenberg überraschend klar mit 18:12.

ThSV-Coach Christoph Jauernik konnte mit der Vorstellung seines Teams nicht zufrieden sein. Er bemängelte später auch das lange Zeit fehlende Vertrauen seiner Abwehr in das eingeübte Spielsystem. Nach 42 Minuten lag Neuling Hüttenberg beim 24:17 sogar mit sieben Treffern vorne. Doch danach konnte der Erstliga-Absteiger die Löcher in seiner Abwehr endlich schließen und kam nun etwas besser ins Spiel. Doch erst in der Schlussphase, als bei den Spielern beider Klubs die Beine schwer wurden, gelang es dem ThSV durch drei schnelle Treffer, den Abstand zu verkürzen und das Resultat erträglicher zu gestalten.

Für Eisenachs Manager Karsten Wöhler war das Ergebnis ohnehin zweitrangig. Den Ausgang solcher Vorbereitungsspiele solle man nicht überbewerten, argumentierte er. Das gelte auch für den unerwarteten 28:23-Testspielerfolg des ThSV kürzlich gegen Erstliga-Aufsteiger Coburg.

Im vorderen Drittel

Was die kommende Saison angeht, erwartet Wöhler, dass der ThSV im vorderen Tabellendrittel mitmischt. Das zu erreichen werde schwer genug, denn in der 2. Bundesliga treffe man auf viele gute, gefestigte Mannschaften. Ein sofortiger Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga ist nicht geplant.

Wöhler hofftt jedoch, dass die Zusage von Eisenachs Bürgermeister Möller Bestand haben wird und der ThSV seine Heimspiele in zwei Jahren in einer neuen, erstligatauglichen Halle austragen kann.

Doch zunächst geht der Blick in Richtung der ersten Punktspiele. ThSV-Coach Jauernik hofft nach der guten Vorbereitung in der Sportschule in Bad Blankenburg auf einen feinen Saisonstart. Den wünscht sich auch Hüttenbergs Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. Er peilt den Klassenerhalt an. Das gelungene Trainingslager in Tschechien gibt ihm Zuversicht.

ThSV Eisenach: Redwitz, Gorubschuk, Brand – Iffert (1), Wöhler (4), Luther( 1), Gerlich (1/3), Miljak (2), Hansen (3), Urban (1), Richardt (0/1), Holzner (4), Heinemann (4), Schliedermann (2), Niemeyer (1)

TV Hüttenberg: Ritschel, Schomberg – Stefan (3), Sklenak (1), Lambrecht (5/1), Wörner (2), Wernig (1/3), Panter , Fernandes (5), Ragnar , Roth (3), Mappes (5/1) Rompf (1)

Zuschauer: 300

SR: Koch/Kuss (HSV Apolda)

Von Burghard Hauptmann

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