Interview mit dem Trainer des SSV Sand:„Vorn weniger ausrechenbar“

Mit den Leistungen seiner Mannschaft zufrieden: Trainer Peter Wefringhaus führt mit dem SSV Sand die Tabelle der Fußball-Verbandsliga Nord an. Foto:  Michl/nh

Sand. Peter Wefringhaus ist in der dritten Saison für den SSV Sand als Trainer im Einsatz. Nach dem 5:0-Erfolg im Heimspiel der Fußball-Verbandsliga Nord steht seine Mannschaft weiter ganz oben in der Tabelle. Zu den starken Leistungen seiner Spieler äußert sich der 42-jährige Industrieelektroniker und Familienvater zweier Kinder im HNA-Interview.

Herr Wefringhaus, worauf führen Sie den Höhenflug ihrer Mannschaft zurück?

Wefringhaus: Was sich bereits gegen Ende der vergangenen Saison abzeichnete, ist nun eingetreten. Wir haben eine klasse Rückrunde gespielt und konnten die guten Leistungen mit in die neue Runde transportieren.

23 Punkte holte Sand in der Vorrunde der Serie 2015/16. Jetzt sind es nach sieben Spielen schon 17 Zähler.

Wefringhaus: Ja, es läuft gut. Wir spielen sehr konstant und fangen weniger Gegentore.

Das heißt, die Abwehr hat sich gefestigt?

Wefringhaus: Die Hinterreihe hat sich enorm weiterentwickelt. Sie agiert recht stabil.

In der vergangenen Serie kassierte Sand 47 Gegentore. Jetzt sind es gerade mal drei.

Wefringhaus: Die Mannschaft steht hinter der Mannschaft. Der Angriff arbeitet nun auch verstärkt und gut gegen den Ball. Drei Gegentore in sieben Begegnungen ist ein richtig guter Wert.

Was war im Heimspiel gegen Aufsteiger CSC 03 ausschlaggebend für den hohen Sieg?

Wefringhaus: Die Mannschaft hat einen Traumstart hingelegt und den Gegner mit zwei schnellen Toren verunsichert. Nach dem Seitenwechsel haben wir unseren Vorsprung mehr oder weniger verwaltet. Ich habe derzeit wenig Arbeit.

Wie meinen Sie das?

Wefringhaus: Es gibt momnentan wenig auszusetzen. Alle ziehen im Training prima mit, vor jedem Spiel brauche ich meine Mannschaft nicht zu motivieren. Das letzte Wort hat diesbezüglich übrigens unser Kapitän Tobias Oliev. Er trommelt seine Mitspieler vor dem Anpfiff zusammen und stimmt sie auf die Begegnung ein. Der Teamgeist ist sehr ausgeprägt. So etwas findet man selten.

Auffallend ist, dass neun verschiedene Spieler 18 Tore erzielten. Ist der Sturm breiter aufgestellt?

Wefringhaus: Früher sorgte Tobias Oliev für die meisten Tore. Er übernimmt jetzt zusammen mit Steffen Bernhardt die Spielmacherfunktion. Dadurch sind wir im Angriff weniger ausrechenbar. Andere Spieler rücken in den Blickpunkt.

Wer ist neben Sand noch oben zu erwarten?

Wefringhaus: Die Teams aus Osthessen sind recht stark. Flieden, Hünfeld und Bad Soden werden uns das Leben schwer machen. Wichtig ist, dass wir uns einen großen Vorsprung erarbeitet haben. Somit rutscht man bei einer Niederlage nicht gleich deutlich in der Tabelle ab. Die Positionen in der Spitzengruppe werden immer mal wieder tauschen. Da bin ich mir ganz sicher.

Im Falle eines Aufstiegs: Muss sich die SSV-Vereinsführung um Verstärkung kümmern? Kann Sand die Hessenliga finanziell stemmen?

Wefringhaus: Der Kampf um den Tabellenthron hat erst begonnen. Über unsere Zukunft werden die weiteren Leistungen entscheiden. Wir haben gegenüber den Mitstreitern einen relativ kleinen Kader. Bad Soden und Hünfeld können auf allen Positionen 1:1 wechseln. Verletzen sich bei uns zwei oder drei Leistungsträger, könnte es schon eng werden. Sollten wir am Ende tatsächlich ganz oben stehen, wird die Vereinsführung den Weg zur Hessenliga sicher nicht versperren.

Was wünschen Sie sich für den weiteren Saisonverlauf?

Wefringhaus: Ich hoffe, dass die Spieler fit bleiben und die Mannschaft noch viele Siege einfährt.

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