125 Jahre TSV: Caldens einstige Fußballgrößen unterliegen der KSV Hessen-Traditionself 0:5

Viel Spaß beim Jubiläumskick

KSV-Stürmer abgedrängt: Oliver Lecke hatte den torgefährlichen Thorsten Bauer im Griff. Fotos:  Hofmeister

Calden. So deutlich hatten sie in ihrer Landesliga-Geschichte selten verloren. Knapp 20 Jahre nach ihrem letzten Auftritt in der Höherklassigkeit unterlagen Caldens Fußballer der Traditionsmannschaft des KSV Hessen Kassel in einem Freundschaftsspiel anlässlich 125 Jahre TSV Jahn Calden mit 0:5 (0:2).

Aufmerksamer Betreuerstab: Manfred Christmann, Physiotherapeut Albert Braun und Trainer Norbert Büscher (von links).

„Wir hätten allzu gern ein Tor geschossen“, sagte Stefan Becker, eigens für die Partie aus Bad Salzungen angereist. „Unsere Trainingseinheit im Vorfeld hat sich leider nicht ausgezahlt“, bedauerte der 50-Jährige.  Die größte Einschussmöglichkeit für die Gastgeber besaß Hansi Falten. Freistehend vor Löwen-Torwart Thomas Kneuer trat er Mitte der ersten Halbzeit jedoch über den Ball. „Das wäre dir früher nicht passiert“, rief einer der 80 Zuschauer auf das Feld.

„Wir sind alle halt ein wenig runder und unbeweglicher geworden“, schmunzelte Becker.

Auf dem Weg in die Pause: Stefan Becker, Hansi Falten und Mario Kermel.

Pech mit einem Kopfball hatte Wolfgang Lindemann. „Naja“, kommentierte er seine vergebene Chance. „Auch wenn ich nicht getroffen habe, so konnte ich Thorsten Bauer immerhin einen Beinschuss verpassen. Jetzt kann ich beruhigt zu Bett gehen.“

Dieter Proll, einstiger Torjäger der Caldener und von Rudi Cerne Anfang der 90-er Jahre ins Fernsehen gebracht, ging ebenfalls leer aus. Kleiner Trost: KSV-Goalgetter Thorsten Bauer blieb auch ohne Treffer. Der Löwen-Stürmer war bei Oliver Lecke gut aufgehoben. Der Zierenberger ist der einzig noch aktive Fußballer in Reihen der ehemals so erfolgreichen Jahn-Mannschaft. In der Saison 1989/90 wäre fast der Aufstieg in die Oberliga geglückt. Die Tore von Ralf Kistner, Oliver Hintschich, Mike Reinemann, Thomas Freudenstein und Peter Palupski konnte Lecke, der in jungen Jahren ein Probetraining bei Borussia Mönchengladbach und in Dortmund absolvierte, aber nicht verhindern.

Ball fest im Blick: Stürmer Dieter Proll glückte kein Tor.

Nach 70 schweißtreibenden Minuten war Schluss, die Beine schwer und der Durst groß. „Ich hoffe, es war nicht unser letztes Treffen“, stieß Becker auf einen gelungenen Nachmittag an. „Wir hatten auch ohne Tore viel Spaß am Spiel. Es wäre schön, wenn wir öfter miteinander kicken und in alten Erinnerungen schwelgen könnten.“

Calden: Berndt, Kermel, Lecke, O. Utsch, Glindmeyer, Mackewitz, Butterweck-Gerbig, Kirchner, Kohlstädt, D. Falten, Maihack, Becker, O. Falten, Lindemann, M. Utsch, Heidenreich, Proll.

KSV Hessen: Kneuer, Findler, Hintschich, Yavas, Weise, Ghabouli, Reinemann, Palupski,  Freudenstein, Neubert, Afewerki, Kistner, Lichte, Bauer.

Von Joachim Hofmeister

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