Benefiz-Regatta: Auf der Fulda ist jeder ein Gewinner

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Gegen die Zeit: Der HNA-Nordhessenachter mit (von links) Volker Dölle, Michael Heder, Torsten Bodenbach, Adam Fabing, Maximilian Bülau, Guido Tetem, Silke Hendriks und Claudia Richter bei der Benefiz-Regatta Star Care.

Kassel. Drei Trainingseinheiten liegen hinter den Ruderern des HNA-Nordhessenachters, als sie sich am Samstag beim Ruderverein Cassel 2010 am Ufer der Fulda treffen. Viel Zeit zur Vorbereitung bleibt nicht. Sie sind gleich beim ersten Zeitlauf am Start.

Das Team besteht aus Claudia Richter, Silke Hendriks, Volker Dölle, Michael Heder, Torsten Bodenbach, Guido Tetem, Adam Fabing und Sportredakteur Maximilian Bülau. Das knapp 18 Meter lange Boot, die Neptun, muss aufs Wasser, die Skulls in die Halterungen, die Ruderer auf ihre Plätze. Zum Warmwerden ist nicht viel Zeit. Es geht direkt an die Startlinie.

Jedes Team hat einen Zeit- und einen Finallauf. Nach dem ersten Durchgang werden die Teams nach den Zeiten jeweils in ein Finale mit drei Mannschaften eingeteilt - denn das Motto der Star-Care-Regatta lautet: Es gibt keine Verlierer. Jeder wird mindestens Dritter.

Der HNA-Nordhessenachter muss sich umgewöhnen. Im Training war Jens Gerlach, Vorsitzender des Rudervereins Cassel 2010, Steuermann, Trainer und Motivator. Er kann aber nicht mit im Boot sitzen, weil er die Veranstaltung moderiert.

Das Startkommando kommt plötzlich - zu plötzlich. Der Nordhessenachter verschläft die ersten Schläge und findet seinen Rhythmus nicht. So steht nach 350 Metern nur eine Zeit von 1:24,40 Minuten. Dass da mehr drin gewesen wäre, zeigt sich nach dem Finallauf - 1:14:00 Minuten. Damit hätte man sich für das A-Finale qualifiziert.

So ist es das D-Finale, die zehntbeste Zeit von 15 Startern. Jetzt gilt es erst einmal, die Fehler zu analysieren - bei einem Stück Kuchen und bestem Wetter. Und natürlich beobachtet das Team die Konkurrenz, die anschließend an der Reihe ist.

Kurz vor dem Finallauf geht die Motivation aber wieder nach oben. Jetzt wollen die HNA-Ruderer noch einmal zeigen, was wirklich in ihnen steckt. Es geht aufs Wasser, an den Start - und der gelingt besser, sogar richtig gut. Der Nordhessenachter liegt von Beginn an vorn und bringt den Lauf sicher ins Ziel.

So steht auf der Urkunde bei der Siegerehrung doch noch ein erster Platz. Und jetzt kommt Verständnis auf, warum die Star-Care-Regatta keine Verlierer haben möchte. Auch wenn es nur das D-Finale war, das Gefühl ist gut. Den HNA-Nordhessenachter wird es auch im nächsten Jahr wieder geben. Denn da ist sich das zusammengewürfelte Team einig: Es hat richtig Spaß gemacht.

Ergebnisse: • Achter: 1. Kassel Achter, 2. RVC, 3. SG Stern • Vierer: 1. Uni Kassel, 2. VW, 3. TRV ASS • Drachenboot: 1. PSV Grün Weiß , 2. Achsdrachen.

Hintergrund:

5500 Euro für den guten Zweck

Die Erlöse der Benefiz-Regatta Star Care, die in diesem Jahr zum zehnten Mal auf der Fulda stattfand, gehen an hilfsbedürftige Kinder. Ausgerichtet wird die Ruder-Veranstaltung vom Ruderverein Cassel 2010, der Betriebssport-Gruppe SG Stern Werk Kassel der Daimler AG und dem Verein Star Care Hessen.

In diesem Jahr kamen durch Meldegeld, Spenden und Verkauf rund 5500 Euro für den guten Zweck zusammen. Wohin dieses Geld geht, wird Ende November festgelegt. Drei Projekte stehen in der Auswahl.

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