Vor Ort beim Gesundheitstag des Diakonischen Werkes Kassel

Bewegung für Nordhessen: Jetzt sind die Firmen dran

Zur Stärkung des Rückens: Mitarbeiter des Diakonischen Werkes beim Moving.

Kassel. Bewegung für Nordhessen geht weiter: Jetzt sind die Firmen dran. Wir waren vor Ort beim Gesundheitstag des Diakonischen Werkes Kassel.

„Moving hält den Rücken fit“ und „Vier Übungen und zehn Minuten für mehr Lebensqualität“ kündigt ein Banner in Saal drei des Stadtteilzentrums Wesertor an. Dazwischen sind vier Symbole abgebildet: eine Krone, eine Medaille, eine Palme und eine Schraube. Die Blicke der 21 Mitarbeiter des Diakonischen Werkes Kassel, 18 Frauen und drei Männer, sind etwas ratlos. Sie alle haben sich beim Gesundheitstag für den Kurs Moving eingetragen.

Antworten gibt Martin Leß von der Barmer wenige Augenblicke später: „Wenn man nach einer Reha Anweisungen zur Rückenstärkung bekommt, ist das meistens viel zu viel. Deswegen wurde Moving entwickelt“, erklärt er. Das Bewegungskonzept soll durch minimalen Aufwand Rückenbeschwerden oder Probleme mit dem Bewegungsapparat vorbeugen. Weitere positive Effekte: Muskelverspannungen lockern, die Atmung intensivieren, die Durchblutung verbessern und Ruhe und Gelassenheit fördern.

„Und man kann das alles nebenbei machen, wenn man sich die Zähne putzt oder der Rechner hochfährt“, sagt Leß. „Oder wenn der Rechner abstürzt“, schallt es aus der Gruppe, was für viele Lacher sorgt.

Zur Vorbereitung auf die erste Übung sollen sich die Teilnehmer hüftbreit und fest hinstellen. „Im Yoga würde man sagen, wir verwurzeln uns mit dem Boden“, kommentiert Leß seine eigene Anweisung. Dann nur noch die Arme entspannt hängen lassen und das Gewicht einmal durch den ganzen Körper in die Füße gleiten lassen. Die Landing-Position – die Grundstellung – ist eingenommen.

Danach geht es an die Symbole: Denn Krone, Medaille, Palme und Schraube stehen für die vier Übungen, die es beim Moving gibt. „Eine Krone trägt man auf dem Kopf, man möchte sie präsentieren“, erklärt Leß. Dementsprechend streckt die Gruppe die Sprunggelenke und Knie durch und lässt anschließend von oben nach unten die Spannung wieder entweichen.

Anschließend bekommen die Mitarbeiter des Diakonischen Werkes eine Medaille verliehen: „Den Kopf leicht nach unten nehmen, nach vorn beugen, Schultern und Arme nach hinten strecken und wieder präsentieren“, erklärt Martin Leß die zweite Übung. Dabei wird es ganz ruhig, alle sind konzentriert, nur ab und zu unterbricht ein unsicheres Lachen die Stille.

Bei der Palme muss das Gewicht jeweils auf ein Bein verlagert werden und die Hand an der anderen Seite bis zum Knie herunterwandern. Das Ohr liegt dabei auf der Schulter. Zum Schluss noch die Schraube: Die Gruppe dreht den Körper zur Seite, die Füße bleiben fest stehen und die Spannung entweicht danach wieder aus der Hüfte – der Körper dreht sich zurück in die Ausgangsposition.

„Jede Übung sollte man zwei oder dreimal machen. Ich habe einen Orthopäden einmal gefragt, was am besten für unseren Rücken sei. Er hat geantwortet: Die nächste Bewegung. Jede Bewegung ist wie Nahrung für unsere Bandscheiben“, erzählt Leß. Zur Vertiefung des Gelernten gibt ein Teil der Gruppe selbst einmal die Anweisung zu den Bewegungen. Das war’s. Eine halbe Stunde und auch der Moving-Kurs ist vorbei.

Betriebssport gab es beim Diakonischen Werk bislang nicht. Moving-Bewegungen werden aber demnächst in einigen Büros zu sehen sein, glaubt man den Versprechungen der Gruppe.

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