Hand- und Fußballer aus Baunatal, Ahnatal und Vellmar lassen aufhorchen

Lebensgeister geweckt: Diese Sportteams aus der Region setzen Zeichen

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Erfolg in Lemgo: Niklas Plümacher von Eintracht Baunatal.

Kassel. Paukenschlag, Überraschung. Es gibt viele Ausdrücke für das, was einigen Mannschaften aus der Region am Wochenende gelang. 

Der erste Sieg, ein Coup in der Fremde, eine Aufholjagd nach der Pause – eines haben diese Teams gemeinsam: Sie setzten Zeichen. Ein Überblick: 

Erster Sieg: Leonie Homburg vom TSV Vellmar.

• Steine geplumpst: Vier Spiele, vier Niederlagen – so etwas wird in der Sportwelt als Fehlstart bezeichnet. Und genau den legten die Handballerinnen des TSV Vellmar in der Oberliga hin. Mit dem ersten Erfolg gegen die SG Bruchköbel gab der Aufsteiger nun ein erstes Lebenszeichen. „Da sind zahlreiche Steine runter geplumpst“, sagt Rechtsaußen Leonie Homburg. Das 19:16 sei ein tolles Gefühl: „Endlich sind wir für unseren Kampfgeist belohnt worden.“ Bislang hätten sie sich zu sehr unter Druck gesetzt, erklärt die 21-Jährige. Am Wochenende aber im Spiel gegen den bis dahin Tabellendritten „hatten wir uns vorab nicht so viel ausgerechnet. Deswegen haben wir uns wahrscheinlich nicht so einen Kopf gemacht“, sagt Homburg. Und diese Lockerheit führte zum Erfolg.

• Reaktion gezeigt: Vor eigenem Publikum hatten sich die Drittliga-Handballer des GSV Eintracht Baunatal beim 23:35 gegen Krefeld mächtig blamiert. Von daher hielten sich die Erwartungen vor dem Gastspiel bei der Talentschmiede Lemgo in Grenzen. „Aber wir haben die richtige Reaktion gezeigt“, sagt Niklas Plümacher zufrieden. Sie hätten im Lipperland ihr bestes Saisonspiel absolviert. Der 22-jährige Linkshänder ergänzt: „Wir haben kaum Fehler gemacht.“ Für seine starke Abwehrleistung im Mittelblock bekam Plümacher ein Sonderlob von Baunatals Trainer Mirko Jaissle.

• Lebensgeister geweckt: Mächtig gebeutelt wurde in den vergangenen Wochen die Hessenliga-Reserve des KSV Baunatal in der Fußball-Gruppenliga: drei Spiele, kein Treffer, aber zehn Gegentore. Außerdem gab es eine 2:10-Heim-Packung gegen den TSV Korbach. Nun schien es gegen Bad Wildungen/Friedrichstein so weiterzugehen: Mit 0:2 ging die Mannschaft in die Pause. Trainer Mikaeil Shikh Shihni schien die richtigen Worte gefunden und die Lebensgeister geweckt zu haben. Denn fortan stand ein anderes Team auf dem Platz. Innerhalb von nur zwei Minuten wurde der Rückstand dank eines Doppelschlags ausgeglichen.

• Befreiungsschlag gelandet: Auch die SG Ahnatal erlebte in den vergangenen Wochen keine schöne Zeit. Der Kreisoberligist verlor vier Partien in Folge, zuletzt gelang immerhin ein beachtliches 0:0 gegen Hertingshausen. Nun aber landete die SG einen Befreiungsschlag. Mit 4:0 in Ihringshausen ließ die Mannschaft von Trainer Marc Krug aufhorchen – und ein Spieler besonders: Stefan Bürger hatte mit einem Dreierpack erheblichen Anteil daran, dass Ahnatal ein Zeichen setzte.

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