Er ist Tennis-Weltranglistenerster Herren 35

Kasseler Tennisprofi Leimbach bei Deutscher Meisterschaft in Lohfelden

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Konzentriert: Marc Leimbach, Weltranglistenerster der Herren 35, kommt mit Ratingen zum Finale nach Lohfelden.

Kassel. Marc Leimbach ist zurzeit der erfolgreichste Tennisspieler seiner Altersklasse in Deutschland. Der 38-Jährige führt bei den Herren 35 die Weltrangliste an, ist Vize-Weltmeister, Europa- und Deutscher Meister.

Leimbach der im zweiten Jahr für Ratingen in der Bundesliga der Herren 30 spielt, war 16 Jahre beim TC 31 Kassel aktiv. Am 3. und 4. September, wenn bei der ST Lohfelden die Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft der Herren 30 ausgespielt wird, ist Leimbach mit Ratingen dabei.

Herr Leimbach, wie bringt man Meisterschaften, Ligaspiele, Turniere, Beruf und Familie überhaupt unter einen Hut? 

Marc Leimbach: Das geht nur, weil die komplette Familie voll hinter mir steht und uns und mich unterstützt. Jeder weiß, wie wichtig mir mein Sport ist und ich weiß, wo ich Grenzen ziehen muss.

Wie wird man die Nummer eins der Weltrangliste? 

Leimbach: Gewertet werden vier Turniere im Jahr. Das waren bei mir Welt- und Europameisterschaft, die nationalen Titelkämpfe und ein A-Turnier in Essen. Dort habe ich gewonnen und dabei den Weltmeister geschlagen.

Da fehlt ja zum Saisonabschluss nur noch der Mannschaftstitel mit Ratingen? 

Leimbach: Der erneute Gewinn der Meisterschaft wäre in der Tat der krönende Abschluss einer perfekten Saison. Aber da muss dann in Lohfelden auch alles stimmen. Die Mannschaften, die nach der Saison in ihren Ligen auf Rang eins und zwei stehen, stehen ja nicht umsonst da, die sind eben wirklich auch spitze. Auf jeden Fall freue ich mich auf das Final-Wochenende. Das ist ja auch ein bisschen wie ein Heimspiel.

Neben Ratingen und Lohfelden kommen noch Mülheim und Iphitos München. Was darf man denn da an Spitzenspielern in Lohfelden erwarten? 

Leimbach: Mülheim hat eine internationale Truppe mit Spielern aus den Niederlanden, Belgien und Bulgarien. Der einzige deutsche Spieler ist Volker Hoppe jr., der Sohn des Sponsors, auf Rang elf. Ratingen wird unter anderem den serbischen Weltranglistenspieler Ivan Bjelica und den österreichischen Daviscupspieler Stefan Koubek aufbieten. In München spielen Oscar Hernandez, Alexander Waske, Lars Uebel oder Emilio Benfele-Alvarez. Das sind immer noch Topspieler. Nicht zu vergessen die starken ausländischen ST-Spieler Slanar, Zguns und Jarc, wer immer auch spielt, und natürlich die stärksten Spieler dieser Klasse aus der Region.

War der erste Platz der ST Lohfelden in der Gruppe Süd eine Überraschung? 

Leimbach: An sich nicht, Lohfeldens Vorteil war, dass man die komplette Bundelsiga-Saison durchgängig mit einer starken Mannschaft spielen konnte.

Wie sind die Chancen für Lohfelden beim Meisterschaftsfinale? 

Leimbach: Wenn Lohfelden in bester Aufstellung auf die Courts gehen kann, dann hat die Mannschaft gute Chancen ins Finale zu kommen. Selbst, wenn Martin Kares ausfallen wird. Das Erreichen des Finales wäre für Lohfelden und das nordhessische Tennis ein Riesenerfolg. Allerdings wollen wir mit Ratingen ja ebenfalls ins Finale, und dann auch gewinnen.

Wenn man so viel erreicht hat, wie Sie in diesem Jahr, gibt es da überhaupt noch neue Ziele für die nächste Saison? 

Leimbach: Neue Ziele gibt es immer. Etwas Neues oder mehr zu erreichen, hängt bei uns Amateuren aber auch davon ab, wie die Möglichkeiten sind, die sich einem bieten. Manchmal gehen familiäre oder berufliche Dinge einfach vor. Aber den Weltranglistenplatz eins zu verteidigen, wäre doch schon ein Ziel.

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