Beim Feiertagsspezial arbeiten 100 Ehrgeizige an ihrem Körper

Frühsportaktion 06:30: Tut weh – aber vor allem gut

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Beim Käfer geht es an die Bauchmuskulatur: Trainer Sascha Seifert bringt die Teilnehmer in der Kasseler Goetheanlage ins Schwitzen.

Kassel. Bei der Frühsportaktion 6:30 werden Verspannungen weggeschmolzen. Wer den inneren Schweinehund überwindet und mitmacht merkt: Das tut vor allem gut.

Es ist nicht warm an diesem Morgen in der Kasseler Goetheanlage. 10 Grad nur noch, der Beton der Basketballfelder glänzt nass. Pfützen haben sich gebildet. Rund 100 Frühsportler hat das trotzdem nicht zurückgehalten.

Sie trudeln nach und nach ein. Breiten ihre Matten oder Handtücher aus. Wollen mitmachen bei unserer Fitnessaktion 06:30, die zum vierten Mal in diesem Jahr zum Feiertagsspezial um 09:30 Uhr gerufen hat. Auch wenn das Training an vielen Standorten weitergeht, ist dies doch eine Art Schlusspunkt der ersten Saison für 06:30. Trainer Sascha Seifert, mit unserer Zeitung Initiator der Aktion, begrüßt die Teilnehmer: „Es ist toll, wie viele wieder da sind. Für einen Teilnehmer-Rekord ist es aber definitiv zu kalt.“

Damit das nicht lange so bleibt, hat Seifert heute richtig viel Unterstützung – denn auch die „Vorturner“ der meisten anderen Stützpunkte sind da. Sissi Schmuck und Katja Bergelt aus Vellmar, Christoph Klein aus Baunatal, Hania Lazaar, die die Gruppe vor der Orangerie leitete, Viviane Ottemann, die immer dann einspringt, wenn einer der Trainer ausfällt.

Für die 100 Teilnehmer gab es damit einiges zu tun. Sechs Trainer bedeuteten nämlich auch, dass es diesmal sechs Lieblingsübungen in je acht Durchgängen zu absolvieren galt. Bevor es richtig losging, wurde aber gesungen – ein Geburtstagsständchen für Hania Lazaar, die an diesem Tag 43 wurde und trotzdem zum Training kam.

Dann wurde es sportlich, vor allem auch für 15 Neulinge, die erstmals zu 06:30 gekommen waren. Sascha eröffnete mit Burpees, der kraftraubenden Kombination aus Liegestütz und Strecksprüngen. Da wurde es stiller im Rund des Basketballfeldes – abgesehen von der begleitenden Musik und dem Schnaufen der Sportler. Katja ließ den Käfer folgen, Sissi seitliche Ausfallschritt, Christoph das Knieheben, Viviane Handtuchübungen. Geburtstagskind Hania leitete die Planke, die zum Contest ausgedehnt wurde: Wer schafft vier Minuten im Unterarmstütz?

„Das Training hat mit sehr gut gefallen. Ich habe heute einiges mitgenommen“, sagt Akis Mellios. Der 49-Jährige aus Kassel läuft ansonsten Marathon und absolviert Triathlons. Vor allem über den zweiten Teil des 09:30 Spezials sagt er jetzt: „Ich habe gemerkt, dass ich Dinge vernachlässige.“ In diesem Teil arbeitet Sascha Seifert gegen Verklebungen der sogenannten Faszien, dem Bindegewebe. Mit der Faszienrolle und einem Tennisball wird verspannten Punkten zuleibe gerückt, dazu gibt es Sitz- und Dehnübungen.

Jetzt machen sogar Zuschauer außerhalb des Basketballfeldes mit. „Wir schmelzen die Verspannungen weg“, sagt Seifert, als die Tennisbälle besonders schmerzhafte Punkte treffen.

Das Fazit lautete so: 06:30 um 09:30 Uhr tut auch weh – vor allem aber richtig gut.

06:30-Feiertagsspezial am Tag der deutschen Einheit

Alle Infos zur Frühportaktion finden Sie bei www.sechs-dreissig.de und bei  Facebook 06dreissig.

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