Mannschaftsabende und neue Treffsicherheit

Heimisches Fußballgeschehen: Buschi steht erneut richtig

Freute sich über Derbysieg: Tobias Nebe. Foto: Fischer

Kassel. Nicht Rote Karten oder Kantersiege waren nach dem Wochenende Thema im heimischen Fußballgeschehen. Im Blickpunkt standen vielmehr ein Mannschaftsabend, ein spätberufener Torjäger und zwei strittige Aktionen. Hier die drei Punkte:

1.Die Geselligkeit: Alle sechs Monate etwa organisieren die Spieler des Hessenligisten KSV Baunatal einen Mannschaftsabend. Am Samstag war es wieder soweit. Klar, was macht mehr Sinn, als nach einem Derby beim OSC Vellmar zusammen loszuziehen? Tobias Nebe, der Coach der Baunataler, vermutete nach dem 4:1-Erfolg gegen den Nachbarn, dass seine Elf vor allem wegen der Aussicht auf einen entspannten Abend in den Kneipen auf der Kasseler Friedrich-Ebert-Straße die Begegnung noch zu ihren Gunsten entschied. Denn vom spielerischen Glanz der vergangenen Partien war seine Truppe weit entfernt. Von einem weiteren Mannschaftsabend am kommenden Wochenende will Nebe absehen: „Wir wollen es nicht überstrapazieren.“ Dass diese Aussicht auch nicht immer Siege zur Folge hat, wurde am Beispiel des Gegners deutlich: Dieser hatte ebenfalls einen Teamabend für Samstag geplant.

Mit der nötigen Lockerheit: Sebastian Busch. Foto: Hedler

2.Der neue Torjäger: Sebastian Busch hat in seiner bisherigen Karriere lediglich 17 Treffer geschossen – darunter waren drei während seiner Zeit als Spielertrainer bei der SG Weidelsburg. In einer Serie gelangen ihm nie mehr als drei Tore. Keine Überraschung, denn Busch, der für den KSV Hessen in der Regionalliga spielte, ist zumeist mit Defensivaufgaben betraut. Die Ausbeute könnte sich nun bessern. Schon zweimal innerhalb von zwei Wochen schlug der 34-Jährige für die Löwen-Reserve in der Verbandsliga zu. „Ich habe die nötige Lockerheit, und nun habe ich zweimal genau richtig gestanden“, sagt „Buschi“. Am Sonntag traf der Mittelfeldakteur beim 4:1 des KSV in Eschwege. Insofern etwas Besonderes, als er in jungen Jahren ganz in der Nähe der Kreisstadt des Werra-Meißner-Kreises lebte. Der gebürtige Kasseler wuchs nämlich im Ringgauer Ortsteil Grandenborn auf.

3.Die Fußballweisheit: Erst kein Glück, dann kommt auch noch Pech hinzu. Selten traf die Fußballweisheit so gut zu wie bei der 1:5-Pleite des FC Bosporus in der Verbandsliga gegen den CSC 03 Kassel. Nach einem Kopfball von Bosporus-Angreifer Mirko Tanjic an den Pfosten entschied Schiedsrichter Martin Kliebe auf Tor (69.). Sein Assistent Florian Pfeiffer hatte den Ball nicht hinter der Linie gesehen und stimmte Kliebe um. Es wäre das 1:3 für Bosporus gewesen. Anders sah es kurz vor Schluss aus. Ein wuchtiger Kopfball des 03ers Jan Iksal prallte von der Unterkante der Latte auf den Boden und zurück ins Feld. Alexander Rosskopf, der zweite Assistent, sah den Ball hinter der Linie, Kliebe schloss sich dessen Sichtweise an und gab den Treffer zum 4:1 (85.). Da fiel das unglückliche Eigentor von Ugur Kahraman zum 1:5, bei dem auch der überraschte Torhüter Antonio Rega nicht sonderlich gut aussah, kaum noch ins Gewicht.

Von Björn Mahr und Wolfgang Bauscher

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