Derby der F-Jugend in Vellmar

HNA-Serie "Unser Spiel": Weinen ist etwas für Neymar

Letzte Anweisungen in der Kabine: Die Jungs der F1-Jugend vom TSV Vellmar schauen auf die Taktiktafel des Trainers. Mit im Bild ist Co-Trainer Michael Joppich (rechts). Fotos: Fischer

Vellmar. Bestes Fußballwetter auf dem Sportplatz "Am Griesgraben" in Vellmar. Es ist Derbyzeit, denn die JSG Ahnatal ist zu Gast bei der TSV Vellmar. Wir haben das Spiel im Rahmen der HNA-Serie „Unser Spiel" besucht.

Der angesagte Regen bleibt aus an diesem Nachmittag, dafür lässt sich die Sonne „Am Griesgraben“ in Vellmar sogar kurz blicken. Es ist angerichtet für das Derby in der F-Jugend: Der TSV Vellmar trifft auf die JSG Ahnatal - beide Teams sind in der noch jungen Saison ungeschlagen. Es sollte ein Duell auf Augenhöhe werden, mit vielen Chancen und einem verdienten Sieg für das Team des TSV Vellmar.

Vor dem Spiel 

Lautes Gewusel in der Kabine des TSV Vellmar: Die Schuhe werden eifrig geschnürt, die Trikos übergezogen. Kurz bevor es auf das Feld geht, hat Trainer Özkan Özen das Wort und seine Jungs lauschen gebannt mit Blick auf die Taktiktafel. „So spielen wir heute“, sagt er und malt die Aufstellung an die Wand. „Niklas, was ist dein Job?“, fragt Özkan. „Drecksarbeit“, antwortet Niklas wie aus der Pistole geschossen. Er soll wie gewohnt vor der Abwehr für Ruhe sorgen. „Wir sind ungeschlagen“, motiviert Özkan seine Jungs und fragt: „Werden wir heute gewinnen?“ Mit einem lauten „Jaaaa“ stürmen die Jungs aufs Feld.

Auf dem Platz 

„Wir sind der TSV“, rufen die Vellmarer vor dem Anpfiff. Und noch ein letzter Rat vom Trainer: „Nicht weinen, wenn ihr verliert.“ Weinen? Für die Jungs kein Thema. Nur für den Fall wird klargestellt: „Neymar heult doch auch, wenn er ein Spiel verliert.“

Dass es ein Topspiel auf Augenhöhe wird, zeigt sich in den ersten Minuten. Der TSV Vellmar ist wacher, Torraumszenen gibt es aber auf beiden Seiten. Die Angreifer scheitern allerdings an den starken Torhütern.

Kurz vor der Pause: Ensar Gürcan läuft praktisch allein aufs Tor der Ahnataler zu, doch der Abschluss ist zu ungenau. Ahnatals Torhüter Felix Noah Saueressig hält die Null. Abpfiff. Pause. Es steht 0:0.

„Ihr macht das schon sehr gut“, lobt Özkan seine Truppe in der Halbzeit. „Quentin macht jetzt Drecksarbeit“, lautet die Anweisung. Dazu soll er die Bälle an Paul und Nicki verteilen. Gesagt, getan. In der zweiten Halbzeit geht der TSV prompt in Führung. Paul Wollenberg spielt einen Zuckerpass in eine große Lücke und verschafft Ensar Gürcan eine Menge Platz vorm Tor. 1:0. Vellmar ist jetzt überlegen, Ahnatal verliert zu einfach die Bälle. Folgerichtig steht es wenige Minuten später 2:0. Semih Gütmen erhöht mit Hilfe des Pfostens.

Doch Ahnatal gibt sich nicht geschlagen. Das Team fängt sich und kann mit dem sehenswerten Kopfballtreffer von Linus Reiß aufholen. Vellmar verpasst es, das Spiel endgültig zu entscheiden. Kurz vor Schluss vergeben die F-Jugend-Kicker noch mehrere hundertprozentige Chancen. Am Ende reicht es aber für den Sieg. 2:1.

Derby der F-Jugend in Vellmar

Nach dem Spiel 

Großer Applaus von den rund 50 Zuschauer. Hängende Köpfe bei den Spielern von Ahnatal. Ausgelassener Jubel dagegen bei der Heimmannschaft. In der Kabine warten bereits die verdienten Siegerbrezeln.

Sie waren dabei: 

TSV Vellmar: Felix Noah Saueressig, Aron Schwalm, Philipp Kuhlen, Moritz Mildner, Quentin Ibenthal, Semih Gütmen, Niklas Joppich, Paul Wollenberg, Aslan Özen, Ensar Gürcan, Emir Gül, David Stoye.

JSG Ahnatal: Philipp Wambach, Jannik Pflüger, Oliver Schwarz, Jonas Beckherrn, Max Hermenau, Linus Reiß, Louis Braun, Lukas Kring, Tristan Scheindl.

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