Laufen ist für Simon Jakob mehr als nur ein Hobby

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Mit Finisher-Medaille im Ziel des Frankfurt-Marathons: Simon Jakob wird Dritter in seiner Altersklasse bei der parallel stattfindenden Hessenmeisterschaft.

Kassel. Der Niedensteiner Simon Jakob ist Nordhessens schnellster Marathonläufer mit deutschen Wurzeln. Auch als Triathlet ist der 25-Jährige aktiv.

Es war erst sein zweiter Marathon überhaupt, und prompt liefert Simon Jakob aus Niedenstein eine Topzeit ab. 2:28:38 Stunden stehen auf der Uhr, als der 25-Jährige von der GSV Eintracht Baunatal die Ziellinie des Frankfurt-Marathons überquert. „An diesem Tag hat einfach alles gepasst“, sagt er. Während des Frankfurt-Marathons wurden parallel Hessens beste Läufer ermittelt. Dort wird Jakob am Ende Dritter. Er ist damit der schnellste Nordhesse mit deutschen Wurzeln.

Das Rennen

Vor drei Jahren ist der Schüler die volle Marathon-Distanz schon einmal in Frankfurt gelaufen. Damals ohne große Unterstützung auf der Strecke. Das war diesmal anders. Gleich vom Start weg lief er in einer Gruppe, zu der auch die deutsche Vizemeisterin im Marathon von 2015, Mona Stockhecke, gehörte.

„Bis Kilometer 38 hatte ich keine Probleme, die letzten 4000 Meter waren dagegen echt hart“, sagt der Langstreckenläufer. Dabei lief das Rennen zu Beginn nicht optimal. In der Vorbereitung hatte der Niedensteiner mit einer Knochenhautentzündung zu kämpfen. „Das habe ich auch im Rennen vom ersten Kilometer an gemerkt.“ Jeder Gully, jede Unebenheit - alles habe Jakob gespürt, doch nichts habe ihn aufhalten können.

Im Ziel musste er sich in seiner Altersklasse lediglich dem Wiesbadener Jannik Ernst und dem Kirchhainer Oliver Hoffmann geschlagen geben.

Die Vorbereitung 

Der Sportler vom GSV Eintracht Baunatal hatte für den Marathon nur eine kurze Vorbereitungszeit von 15 Wochen. Als Test startete der Niedensteiner beim Kassel-Halbmarathon. Diesen gewann er in seiner Altersklasse. Seine Zeit: 1:11:42 Stunden.

In einer Trainingswoche spulte Simon Jakob bis zu 180 Kilometer ab. „Mein Ziel war es, nicht nur unter 2:30 Stunden zu bleiben. Ich wollte rausholen, was rauszuholen ist - und das ist mir gelungen“, sagt er stolz.

Die Anfänge 

Neben Fußball begann der Sportler ab 2000 zusätzlich mit Leichtathletik bei der SG Chattengau. Mehrkampf: Hochsprung, Werfen, Weitsprung - später spezialisierte er sich aufs Laufen. 2010 wechselt der Leichtathlet nach Baunatal. „In Niedenstein gab es oftmals keine Laufpartner, das war in Baunatal anders“, sagt der 25-Jährige.

Vor dem Wechsel befand sich der Läufer allerdings in einem kleinen Sporttief. Die Lust auf Sport war plötzlich weg. Doch Arbeitskollegen vom Vater, die gerade für einen Marathon trainierten, motivierten den gelernten Mechatroniker neu, und so entstand auch das Interesse für die lange Distanz.

Die Vereinskameraden in Baunatal brachten ihn dann noch zu einer weiteren Disziplin: Dem Triathlon. Schwimmen, Radfahren, Laufen - 2014 konzentrierte er sich ausschließlich darauf. Das erste Rennen? „Eine Katastrophe“ wie Jakob selbst sagt. Schwimmen bereitete ihm beim ersten Versuch die meisten Probleme. Beim zweiten Mal klappte dies dann schon besser.

Derzeit konzentriert sich der Schüler auf den Abschluss an der Techniker-Schule in Kassel. Danach soll es zurück zu VW gehen. Sportlich will sich der 25-Jährige in nächster Zeit auf das Laufen konzentrieren. Seine Ziele: Der Halbmarathon und der Marathon 2017 in Berlin.

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