Eine Handball-Mannschaft und ein Hockey-Team haben im Hessenpokal ihr Können unter Beweis gestellt

Sie machen die Region stolz

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Stolzer Nachwuchs: Die Talente des HC Kassel (mit von links, hinten) Leo Ansorge, Mathis Heidrich, Pascal Kohlhausen, Marlon Pfaffenbach, Moritz Rietze, Moritz Kleesiek, Ivo Jacobs, Co-Trainer Moritz Herter, Samim Hayat, Ansgar Federbusch, Simon Kniest, Trainer Holger Brandt sowie (davor) Taavi Urbild, Jannis Lambrecht, Tom Frölich und Jeshua Holländer holte erneut den Hockey-Hessenpokal.

Kassel. Hessenweit tun sich Sport-Mannschaften aus dieser Region oft schwer, den Teams aus dem Rhein-Main-Gebiet Paroli zu bieten. Am Wochenende bewiesen die Jungen einer Handball-Bezirksauswahl und ein Hockey-Nachwuchs, dass sie es mit den starken Südhessen aufnehmen können.

Handball

• Die Ausgangslage: Im Hessenpokal, der inzwischen als Hessensichtung ausgetragen wird, sind Erfolge für heimische Auswahlteams im Bereich der männlichen Jugend eher die Ausnahme. Nur bei den Mädchen klappte es mit dem Einzug in die Endrunde gut – bis jetzt.

• Das Ergebnis: Der Jahrgang 2002 des Bezirks Kassel/Waldeck erreichte nicht nur die Endrunde in Oberursel, sondern schaffte sogar den Einzug ins Endspiel – durch ein 19:18 gegen die Auswahl Offenbach/Hanau. Dabei lagen die Talente aus Nordhessen zunächst mit drei Treffern hinten, ehe sie sich behaupten. Anschließend verpassten sie nur hauchdünn den Gesamtsieg: 18:19 hieß es gegen die Jungs aus dem Bezirk Frankfurt/Wiesbaden – damit Rang zwei.

• Das Besondere: Paul Kompenhans und Jona Rietze, die sich wie Torwart Moritz Goldmann für weitere Maßnahmen der Hessenauswahl empfahlen, wurden in ein Allstar-Team berufen. Zudem wurde Nick Hoffmann als Turnkönig ausgezeichnet, weil er bei athletischen und sportmotorischen Test voll überzeugte.

• Das Lob: „Wir sind sehr stolz auf die Jungs“, erklärte Trainerin Vicky Helms, zusammen mit Hinnerk Hrdina für die Auswahl im Bezirk zuständig: „Die Mannschaft hatte körperliche Nachteile, machte dies aber mit viel Einsatz und Kampf wett.“

Hockey

• Die Ausgangslage: Die B-Knaben des Hockeyclubs Kassel hatten sich im Hessenpokal in der Vorrunde souverän den ersten Platz in ihrer Gruppe gesichert. Im Halbfinale vor einer Woche unterstrichen die meist Elf- und Zwölfjährigen gegen den SC 1880 Frankfurt ihre gute Form und schafften durch ein 5:2 den Einzug ins Endspiel.

• Das Ergebnis: Im Finale gegen den VfL Bad Nauheim zeigten die Kasseler, von Coach und A-Lizenz-Inhaber Holger Brandt hervorragend eingestellt, die nötige Aggressivität und behaupteten sich 5:1. Marlon Pfaffenbach und Kapitän Moritz Kleesiek wirbelten die Nauheimer Abwehr gehörig durcheinander und bedienten Simon Kniest, der seinem Ruf als Vollstrecker einmal mehr gerecht wurde. Einzelne Spieler aus Kassel empfahlen sich für Berufungen in die Hessenauswahl.

• Das Besondere: Der HCK, der in Nordhessen allein auf weiter Flur ist und seine härtesten Gegner im Süden hat, holte im Vorjahr fast sensationell den Pokal. Dass er seinen Titel zum Abschluss der Feldsaison nun auch noch erfolgreich verteidigte, ist eine dicke Überraschung.

• Das Lob: „Die Mannschaft hat selbst Frankfurter Teams weggefegt“, sagt Arndt Kleesiek, für die Öffentlichkeitsarbeit im HCK zuständig. „Es zahlt sich aus, dass die Jungs sehr leistungsorientiert trainieren.“

Von Björn Mahr

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