Kasseler Triathlet Degenhardt nimmt am Sonntag an der WM in Australien teil

Da legte er den Grundstein für die WM-Teilnahme: Oliver Degenhardt siegte im vergangenen September auf Rügen. Fotos: privat/Kisling/nh

Kassel. Schon seit ein paar Tagen weilt Oliver Degenhardt in Australien. Der Triathlet von der WVC Kassel verbringt nicht seinen Jahresurlaub auf der Südhalbkugel. Nein, der 48-Jährige steckt mitten in den letzten Vorbereitungen auf seine dritte Teilnahme an der Weltmeisterschaft 70.3. In Mooloolaba (Queensland) werden am kommenden Sonntag die Weltmeister über die halbe Ironman-Distanz ermittelt. Diese Region, auch bekannt als Sunshine Coast, gilt als Triathlon-Mekka.

Degenhardt ist frühzeitig ans andere Ende der Welt gereist, um sich schon mal an die große Zeitumstellung zu gewöhnen. Er startet in der Konkurrenz M 45 bis 49. Bereits zum dritten Mal nach Wettbewerben in Florida und Las Vegas nimmt er an diesen kontinentalen Titelkämpfen teil. Moralisch unterstützt wird der Kasseler vor Ort durch seine Lebensgefährtin Elke Reuting.

Mit ihr musste sich Degenhardt, der als Behinderten- und Schulassistent an einer Grundschule tätig ist, auch schnell abstimmen, als er einen Startplatz für die WM angeboten bekam: „Nach meinem Sieg in meiner Altersklasse auf Rügen musste ich mich noch am gleichen Tag entscheiden.“ Die Aussicht, zum ersten Mal nach Australien zu kommen, bestärkte ihn darin, den Schritt zu machen.

In der Vorbereitung auf seine Teilnahme absolvierte er viele Schwimm-Kilometer, teilweise im Stockelache-Naturbadesee bei Borken und im Exbergsee bei Großalmerode-Epterode. Dafür zog sich der Sportler aus der Kasseler Südstadt, der früher beim PSV Grün-Weiß einer der schnellsten nordhessischen Mittel- und Langstreckenläufer war und vor sieben Jahren mit Triathlon begann, einen Neoprenanzug an. Den benötigt er nämlich im Weltmeisterschafts-Wettkampf down under: „Wir schwimmen im Pazifik, und der ist nicht so warm.“ Degenhardts Ziel ist ein Podestplatz in seiner Altersklasse.

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