HNA-Serie "Olympia lokal": Jennifer Cramers Traum von Rio geplatzt

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Sie werden in Rio nicht aufeinander treffen: Jennifer Cramer, hier im Duell mit der Brasilianerin Formiga, verpasst wegen einer Verletzung die Olympischen Spiele.

Waldeck-Frankenberg. Sportler aus 206 Nationen kämpfen in Rio um insgesamt 306 Medaillen. Ein wenig Olympia wollen wir nach Waldeck-Frankenberg holen - mit unserer Serie Olympia lokal.

Dabei blicken wir mit den Augen heimischer Aktiver auf olympische Sportarten und Disziplinen. In dieser Folge kommt Fußballerin Jennifer Cramer zu Wort.

„Eigentlich ist es gerade nicht so passend, es ist gleich das Länderspiel“, sagt Jennifer Cramer, als wir sie anrufen. Klar, die Fußball-Nationalspielerin aus Birkenbringhausen will das nicht verpassen. Wenigstens im Fernsehen will sie ihre Mitspielerinnen auf dem Weg nach Rio verfolgen - selber eingreifen kann sie noch nicht. Seit März fällt Cramer verletzt aus.

Ausgerechnet 2016 hat sie das Verletzungspech eingeholt, im Olympiajahr. Cramer gehörte zuletzt zum Stamm der Nationalmannschaft, wurde 2013 Europameisterin. Es wäre wahrscheinlich gewesen, dass die Mittelfeldspielerin auch für Rio zum deutschen Kader gehört hätte. Doch im März musste sie sich einer Operation im linken Knöchel unterziehen.

Die Diagnose: Knorpelschaden im Sprunggelenk. Schnell war abzusehen: Der Traum von Olympia in diesem Jahr ist geplatzt. „Das war schon eine sehr schwierige Operation, da musste einiges gemacht werden.“

Zwei Monate durfte sie nach der OP den Knöchel überhaupt nicht belasten, anschließend startete die Reha. Die geht nun dem Ende entgegen, ein wenig Mannschaftstraining kann sie schon mitmachen - alles, was ohne Zweikämpfe geht. Und während sich ihre Kolleginnen mit der Nationalmannschaft Richtung Rio aufmachten, war Cramer in Österreich - Trainingslager mit ihrer Bundesligamannschaft Turbine Potsdam.

Die Auftritte der deutschen Frauen in Rio will sie auf jeden Fall verfolgen, auch wenn es schwer fällt. „Aber es ist ja meine Mannschaft“, weiß Cramer. (tsp)

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