Neun Tore beim 31:25-Triumph der BSA-Handballer gegen den Eschweger TSV II

David Fischer nicht zu halten

Durchsetzungskraft: Kaum zu stoppen war BSA-Spieler David Fischer (am Ball) von den ETSV-Abwehrspielern. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Mit einem überraschend klaren 31:25 (15:11)-Erfolg entschieden die Handballer der TSG Bad Sooden-Allendorf das Bezirksliga-Derby gegen die Reserve des Eschweger TSV für sich.

Es war kein schönes Spiel, das die 80 Zuschauer in der Eilse-Sporthalle zu sehen bekamen – und definitiv nichts für Handball-Ästheten. Eine rote Karte, insgesamt 14 Zeitstrafen und dazu 15 Siebenmeter sprechen eine deutliche Sprache dafür, wie kämpferisch beide Teams zur Sache gingen. Etwas Anderes war angesichts der Rivalität beider Kontrahenten und ihrer prekären Tabellensituation aber wohl auch kaum zu erwarten.

Während die Gastgeber sich zunächst schwer taten, ihren Rhythmus zu finden, erwischten die Eschweger einen guten Start und lagen nach fünf Minuten mit 4:2 vorne. Vor allem leichtfertige Ballverluste der TSG in der Vorwärtsbewegung gaben den Gästen immer wieder die Möglichkeit zu Tempogegenstößen, die dann auch konsequent genutzt wurden.

In gleichem Maße, wie die Badestädter dann jedoch stärker wurden, wuchs die Verunsicherung bei der TSV-Reserve. Als das Team von Trainer Sebastian Neuenroth nach einer Viertelstunde plötzlich aus einem Zwei-Tore-Rückstand einen 6:3-Vorsprung gemacht hatte und die Zahl der technischen Fehler nun bei den Eschwegern anstieg, schalteten diese den Kampf-Modus ein.

Da die Neuenroth-Sieben diesen Kampf sofort annahm, hatte Schiedsrichter Volker Kalwinsky (Völkershausen) nun alle Hände voll zu tun. Kaum ein Angriff, bei dem er fortan nicht eine Karte zücken oder auf den Strafwurfpunkt zeigen musste. „In dieser Phase haben wir aber dennoch die Nerven behalten und vor allem unsere Chancen konsequent genutzt“, freute sich Sebastian Neuenroth über den anhaltenden Aufwärtstrend seiner Mannschaft. Ganz wichtige Faktoren für den letztlich klaren Sieg waren auch die Sicherheit von Burkhard von Velsen vom Siebenmeterpunkt sowie die Qualität der beiden Torleute Attila Dincel und Marcus Soter, die in wichtigen Phasen mit Glanzparaden zur Stelle waren. „Und natürlich David Fischer, der mit neun Toren aus dem Spiel heraus maßgeblichen Anteil am Erfolg hatte“, lobte Neuenroth.

„Wir haben es nach dem guten Start leider nicht verstanden, unser Spiel weiter zu spielen“, trauerte TSV-Trainer Klaus Godolla einer vertanen Chance nach. Dass die Partie am Ende vom Kampf gelebt habe, sei ganz normal. „Das gehört zum Derby einfach dazu.“

Bad Sooden-Allendorf: Dincel, Soter – Scharf, Niemczyk (4), Bange (4/2), Rahne, Vogeley (1), von Velsen (10/6), Amlung, Neuenroth (3), Hasselbach, Fischer (9), Roselieb.

Eschweger TSV II: Bartels – M.  Gogolla (2), Reppmann (2), M. Müller (3), Sauer, Schott, P. Müller (3), Beyer (6/2), Bartels, Engelmann, Biewald (1), Beck (1,) Fleischer (2, S. Gogolla (5/1), Henkel. (per)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.