Mieczyslaw Maczka aus Großalmerode gewinnt in Altena die Weltmeisterschaft im Bankdrücken

Erfüllung eines ganz großen Traums

Weltmeister: Stolz präsentiert Mieczyslaw Maczka nach dem gewonnenen Titel den Siegerpokal und die Urkunde. Foto: nh

Großalmerode. „Nun habe ich mir nach einer harten Vorbereitung einen großen Traum erfüllt“, sagt Mieczyslaw Maczka aus Großalmerode wenige Tage nach einer nicht nur für ihn außergewöhnlichen Veranstaltung. Der 62-Jährige ist seit dem 16. Oktober Weltmeister im Bankdrücken. Er setzte sich bei den Titelkämpfen in Altena im Sauerland vor großer Zuschauerkulisse in seiner Altersklasse 60+ und in der Gewichtsklasse bis 82,5 Kilogramm gegen die Konkurrenz durch.

„Dabei war das Jahr für mich bestimmt nicht einfach“, erklärt der in Schlesien geborene und seit 30 Jahren in der Tonstadt lebende Champion. Eine Schulterverletzung verhinderte den Start bei der deutschen Meisterschaft, doch Maczka gab nicht auf. Wieder genesen trainierte er verbissen, sicherte sich im April in Zalesie den internationalen Titel von Polen und qualifizierte sich damit für die Europameisterschaft in Wien.

Auch diese Titelkämpfe wird Mieczyslaw Maczka nicht vergessen. „Die Wiener haben bei 37 Grad in der Donau gebadet und wir Athleten haben geschwitzt und Gewichte gestemmt“, berichtet der Nordhesse, der mit dem EM-Titel seinerzeit noch in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm belohnt wurde.

Es folgte die intensive Vorbereitung auf die WM mit dem Stemmen von Gewichten und Konditionsbolzen auf dem Ergometer. „Eine harte Zeit“, wie Maczka versichert, bevor er sich mit Frau Brigitte, den Söhnen Michael und Marius und den Enkeln Celine und Deniz auf den Weg ins Sauerland machte.

Dort musste dann nochmals Gewicht abtrainiert werden, Mieczyslaw Maczka schlief die Nacht vor dem Wettkampf schlecht und war dann nach anfänglichen Schwierigkeiten bei den ersten Versuchen im entscheidenden dritten Durchgang voll da. Von der begeisterten Familie unterstützt stemmte er mit 112,5 kg Bestleistung. Ein Traum hatte sich erfüllt. „Jetzt ist erst einmal aktive Erholung angesagt“, sagt der Weltmeister und ist schon wieder angriffslustig. „Wenn die Gesundheit mitspielt will ich den Titel verteidigen und die Leistung steigern. Dabei hoffe ich wieder auf die Unterstützung von Familie, Freunden und Bekannten“.

Von Eckehard Meyer

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