Bezirksliga A: BSA-Handballer bekleckern sich gegen TSG Schlitz nicht mit Ruhm

23 Fehlwürfe beim 29:31

Abgehoben: In den Kreis des Gegners fliegt Kai Hottenroth im Trikot der TSG Bad Sooden-Allendorf und erzielt hier einen seiner vier Treffer gegen die TSG Schlitz. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Nicht mit Ruhm bekleckerten sich die Bezirksliga-Handballer der TSG Bad Sooden-Allendorf bei ihrer 29:31 (15:15)-Heimniederlage gegen das bisherige Schlusslicht TSG Schlitz.

„Das war einer dieser Tage, an denen nichts so richtig funktionieren wollte“, sagte Trainer Sebastian Neuenroth nach enttäuschenden 60 Minuten. Gegen eine der schwächsten Abwehrreihen der Liga (Schlitz kassierte bislang 304 Gegentore in zehn Spielen) leistete sich seine Mannschaft viel zu viele Fehlwürfe. Neun Nieten vor der Pause und indiskutable 14 erfolglose Abschlüsse im zweiten Durchgang waren der Hauptgrund dafür, dass man am Ende mit leeren Händen dastand. Hinzu kam, dass gleichzeitig auch in der Abwehr bei weitem nicht so konsequent und aggressiv gearbeitet wurde wie in den zurückliegenden Wochen.

Dass die Partie dennoch bis zur letzten Minute spannend blieb, lag vor allem an der guten kämpferischen Einstellung der Kurstädter. Immer wieder gelang es ihnen im Spielverlauf, sich nach Rückständen wieder heranzuarbeiten.

Fünf Tore in Folge

Das größte Comeback gelang der Neuenroth-Sieben Mitte der zweiten Halbzeit, als sie beim Stand von 17:22 (41.) bereits wie der sichere Verlierer aussah, um dann innerhalb von nur vier Minuten zum 22:22 auszugleichen. Als Julian Scharff sein Team dann neun Minuten vor Schluss mit seinem zehnten von insgesamt elf Treffern (darunter fünf verwandelte Siebenmeter) erstmals im zweiten Abschnitt sogar mit 26:25 in Führung brachte, glaubten viele schon an einen Sieg.

Ausgerechnet in der entscheidenden Schlussphase brachte Scharff beim 26:27 dann aber seinen ersten Strafwurf nicht im Tor unter, worauf die Gäste ihren Vorsprung zunächst auf zwei und dann sogar auf drei Treffer ausbauten. Nach einer von Sebastian Neuenroth genommenen Auszeit arbeitete sich die TSG zwar noch einmal auf 29:30 heran, doch am Ende fehlte dann auch das nötige Quäntchen Glück.

Großen Anteil daran, dass die Kurstädter überhaupt bis zum Ende von einem Sieg träumen durften, hatte Torwart Nils Rhenius. Nachdem Stammkeeper Marcus Soter aus privaten Gründen seine Teilnahme hatte absagen müssen, hatte sich der Routinier, der vor mehr als fünf Jahren sein letztes Spiel im TSG-Gehäuse absolviert hatte, auf Bitte von Trainer Neuenroth in den Dienst der Mannschaft gestellt. „Nils hat unter der Woche einmal mit uns zusammen trainiert und dann gleich eine tolle Leistung gezeigt“, lobte der TSG-Coach. Vor allem im zweiten Spielabschnitt zeigte der 37-Jährige mit sieben gehaltenen Bällen, was immer noch in ihm steckt.

Tore: Scharff (11/5), Kruse (5), Hottenroth (4), Vogeley (5), Hasselbach (2), Lang (2). (per)

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